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  • Meine durchhängende mittlere Querleiste hatten wir mit Spaxschrauben ja wieder angezogen (s.:http://forum.bienenkiste.de/forums/thread/495/jutta50-2-kilo-schwarm?page=4#dis-post-6742), aber offenbar hatten die Bienen zuvor schon soviel Propolis in die Ritze eingebracht, dass die Auflagefläche für die Honigraumträgerleisten verkleinert wurde.

    Die Leisten ließen sich zwar - gefühlt - problemlos einsetzen, aber anschließend ging schon die Rückklappe nicht mehr ganz richtig zu, trotz Nachbesserung der Leistenpositionen durch leichtes Hämmern.

    Inzwischen ist wohl soviel Honig eingetragen worden, dass sich unter dem Gewicht bereits zwei der Leisten (mit Mittelwänden) aus der mittleren Querleiste gelöst haben und auf den Kistenboden abgesackt sind.

    Was mache ich nun? Ich tendiere einseits dazu alles so zu lassen weil Versuche, die Leisten wieder einzuhängen mit Sicherheit eine riesen Schweinerei verursachen dürften und Nachbarwaben ebenfalls beschädigt oder abgerissen werden könnten. Andererseits befürchte ich, dass die anderen 10 Waben folgen werden...

    Wäre es eine Möglichkeit, einfach eine sehr frühe Honigernte - etwa Ende April - vorzunehmen und danach den Honigraum neu einzurichten? Ab wann wäre der Honig halbwegs fertig? (Die neulich geernteten 250 g sind flüssig wie Wasser...).

    Jutta (leicht verzweifelt)

    Diese Frage wurde von KMP beantwortet. Siehe erste Antwort.

    [Hinweis: Jutta50 hat den Beitrag zuletzt am vor 6 Jahren, 5 Monaten geändert.]
      Bienen machen glücklich!
    • discuss.answer
      Jutta50 schrieb am 08.04.2014, 11:27
      Wäre es eine Möglichkeit, einfach eine sehr frühe Honigernte - etwa Ende April - vorzunehmen und danach den Honigraum neu einzurichten?

      Wäre meine Idee. Eventuell früher als später. (Was bringen abgesackten Waben?). Und dann gleich das Propolis aus der Ritze entfernen (Schraubenzieher fällt mir ein), damit es nicht wieder passiert. Hämmern in diesem Fall ist keine geeignete Lösung, denke ich.

      -Kevin
        Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
      • So könnte ichs mir vorstellen: so schnell als möglich, Kiste komplett aufs Dach legen. Bodenbrett vorsichtig abnehmen, event. angebaute Waben vorher freischneiden. Dann vorsichtig mit Wabenzange/Grillzange die abgesackten Waben zurück in den Mittelsteg schieben. Siehe Bauerneuerung in Bienenkiste.de
          "Nicht alles, was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles, was gezählt werden kann, zählt." wird Einstein zugeschrieben
        • @Siegfried so würde ich es auch machen , Kiste auf den Rücken und versuchen die Waben (Leisten)
          wieder an ihren Platz zu bugsieren. Ich würde es spät abens machen oder auf einen Kalten Tag warten
          damit die Waben schön fest sind.



          @Jutta ein wenig Gekleckse wird sich wohl nicht vermeiden lassen !!!


          LG und fiel Glück
          Kai
          • Siegfried schrieb am 08.04.2014, 19:56
            So könnte ichs mir vorstellen: so schnell als möglich

            Ja, mit "früher als später" habe ich eigentlich auch so gedacht. Wenn eine Wabe zu sehr gelitten hat (obwohl die Bienen ziemlich gut sind beim "Wieder-in-Ordnung-Bringen") dann draus, und später MW neu einhängen.

            -K
              Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
            • Siegfried schrieb am 08.04.2014, 19:56
              Dann vorsichtig mit Wabenzange/Grillzange die abgesackten Waben zurück in den Mittelsteg schieben.

              Das wird ohne vorherige Reinigung des Hohlraums unter der mittleren Querleiste wieder nicht weit genug gehen (sonst hätte es beim ersten Mal ja auch geklappt), und eine wirkliche Entfernung des ganzen Propolis geht vermutlich nur, wenn alle Leisten entfernt und der Schraubenzieher zuhilfe genommen wurde.

              Ich denke, ich lasse die Bienen zunächst weiter selbst reparieren und aufräumen und hole dann - evtl. nach dem offenbar auch bald anstehenden Schwarmakt - alle Leisten raus und richte den Honigraum anschließend neu ein.
                Bienen machen glücklich!
              • Hallo Jutta,
                bei mir ist zwar alles später und so habe ich auch erst vorige Woche den Honigraum erweitert. Habe heute hinten reingeschaut und , Riesenschreck!, das gleiche Problem, wie bei Dir. Nur schlimmer. 5 Leisten mit Mittelwänden sind rausgerutscht und dementsprechend chaotisch sieht der Honigraum aus. Die noch richtig hängenden Mittelwände sind schön ausgebaut, die abgestürzten teilweise am Boden angebaut.
                Bei mir hatten die Bienen auch schon unter dem Trennschied durchgebaut, so dass ich abschneiden musste. Die Mittelwände liessen sich gefühlt einfach einsetzen, aber beim Schliessen des Rückbrettes hatte ich auch das Gefühl, dass die Leisten zu lang sind und sich die Kiste hinten schlecht schliessen lässt. Wahrscheinlich das gleiche Problem, wie bei Dir.
                Nun werde ich die Kiste wohl öffnen müssen und den Bruch rausnehmen. Oh, das behagt mir gar nicht, ich habe Bammel davor. Aber hilft wohl nichts, sonst bauen die Bienen noch weiter am Boden an.
                Und wenn ich den Bruch entfernt habe? Nur die restlichen Mittelwände drin lassen? Ich glaube kaum, dass ich das im laufenden Betrieb richtig repariert kriege.

                Wie ist es jetzt bei Dir?
                • Hallo Sybille,

                  einerseits tröstet es mich, dass ich hier nicht mehr der einzige Depp bin, der die Honigraumträgerleisten offenbar nicht richtig einsetzen kann - andererseits tut es mir wirklich leid, dass du jetzt auch in dieser blöden Situation bist und kann deine Befürchtungen sehr gut mitempfinden!

                  Ich bin auch noch nicht weiter gekommen mit unserem Problem. Inzwischen sind zwar die neuen Trägerleisten eingetoffen (kann man bei Holtermann fertig bestellen), aber ich war die letzte Woche krank und konnte mich in dem Zustand einfach nicht dazu aufraffen, die große OP anzugehen...
                  Morgen soll es dann sein. Ich werde berichten.

                  Ich will die runter gefallenen Leisten (inzwischen auch 5!) und alles Angebaute rausschneiden und dann die fehlenden Trägerleisten durch neue ersetzen. Ich befürchte sonst, dass die verbliebenen Waben umknicken könnten und/oder die Bienen wieder wild in den leeren Raum reinbauen. Ob das so möglich sein wird, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall wird es eine riesen Kleckerei und vermutlich auch viele Tote geben. Hoffentlich läßt sich alles aber soweit aufräumen und säubern, dass der zweite Versuch mit den Trägerleisten dann klappen wird!

                  Ich habe die Mittelwände jetzt auf 29 cm Länge abgeschnitten, weil ich meine, dass die 30 cm zu lang waren und der Grund, warum sich die Leisten nicht ganz in die Querleisten einschieben ließen.

                  Drück mir die Daumen!
                    Bienen machen glücklich!
                  • sibylle schrieb am 02.05.2014, 21:46
                    Nun werde ich die Kiste wohl öffnen müssen und den Bruch rausnehmen. Oh, das behagt mir gar nicht, ich habe Bammel davor. Aber hilft wohl nichts, sonst bauen die Bienen noch weiter am Boden an.
                    Und wenn ich den Bruch entfernt habe? Nur die restlichen Mittelwände drin lassen? Ich glaube kaum, dass ich das im laufenden Betrieb richtig repariert kriege.
                    Hast Du ein Foto?
                    • Hier ist meins:



                      :-(
                        Bienen machen glücklich!
                      • Liebe Jutta,
                        ich drücke die Daumen!
                        Ich habe vor Schreck kein Foto zustande gekriegt, aber bei mir sieht es ähnlich aus. Nur sind die Mittelwände noch nicht so gut ausgebaut.
                        Ich öffne morgen und schaue mir die Sache noch einmal in Ruhe an!
                        • Geschafft!!!! Und alles halb so wild, Sybille!

                          Mein Mann und ich haben gute 2 Stunden gebraucht, um die doppelt- und dreifach gefalteten Waben auszubauen (mit Messer und teils schierer Gewalt), die Nut der mittleren Querleiste sauber zu machen und die neuen Trägerleisten und Mittelwände einzusetzen. Wir haben entgegen dem ursprünglichen Plan doch alle Trägerleisten entfernt, auch die noch fest und gerade hängenden.

                          Die Honigzellen waren zum Teil schon verdeckelt, der Honig selber erstaunlich zähflüssig, und es ist daher nur ganz wenig in die Kiste selber ausgelaufen. Insgesamt haben wir bei dieser nicht vorgesehenen Aktion heute 12 kg Honig (inkl. Waben) geschenkt bekommen! Der Wassergehalt dürfte noch recht hoch sein, der Honig ist also nur "zum sofortigen Verzehr" geeignet.

                          Ca. 10% der Waben waren Brutwaben, die kriegt die Nachbarin für ihre Mauersegleraufzucht.

                          Und das Beste: es hat verhältnismäßig wenig Kalamitäten gegeben und dank großer Plastikfolie auch keine Sauerei. Die Bienen waren zwar zu tausenden in der Luft und auf uns und allem ringsum, aber völlig friedlich. Den einzigen Stich verdanke ich - wie immer - meiner eigenen Unachtsamkeit: es saß eine in einer Falte meiner Jeans, als ich mich gebückt und sie damit gequetscht habe.

                          Ich hatte mir das Ganze doch erheblich schlimmer vorgestellt! Wir sind sehr zufrieden und ein bißchen stolz auf uns selber smiley

                          Bilder folgen, s.u.! [Hinweis: Jutta50 hat den Beitrag zuletzt am vor 6 Jahren, 4 Monaten geändert.]
                            Bienen machen glücklich!
                          • Glückwunsch für Deine besonnene und zielstrebige Vorgehensweise! Dein Bericht zeigt ganz schön, wie wichtig es ist, an entscheidenden Punkten mutig und "beherzt" einzugreifen und dass das auch verhältnismäßig problemlos laufen kann. Oft lassen sich Anfänger abschrecken, solche Eingriffe vorzunehmen, weil sie Angst haben, was alles passieren kann...
                            • emk schrieb am 04.05.2014, 14:07
                              Oft lassen sich Anfänger abschrecken, solche Eingriffe vorzunehmen, weil sie Angst haben, was alles pass[/u]ieren kann...

                              Allerdings - ich hatte ganz schöne Angst vorher! Zum Glück unberechtigterweise, wie sich herausgestellt hat. Aber die ruhige, kräftigere und weniger zögerliche Hand meines Mannes war hier schon sehr hilfreich. Ich hätte vor lauter Sorge, "jemanden" zu töten, die vermurksten Waben evtl. selber nicht rausgekriegt!

                                Bienen machen glücklich!
                              • sibylle schrieb am 03.05.2014, 22:57
                                Nur sind die Mittelwände noch nicht so gut ausgebaut.

                                Das ist sicher ein Vorteil, Sybille! Dann läßt sich der Schaden sicher noch einfacher beheben.
                                Viel Erfolg!

                                Jutta
                                  Bienen machen glücklich!
                                • Und hier die Bilder:

                                  Von hinten gesehen, sieht die Sache schlimmer aus...



                                  ... als in der Aufsicht bei geöffneter Kiste



                                  Nach Entfernen der Trägerleisten mit den durch den Absturz gefalteten Mittelwänden:



                                  Aufgeräumter Honigraum. Letzter Wildbau an der Decke, wo die Trägerleisten abgefallen waren:



                                  Gefühlte 10.000 friedliche Bienen unterwegs:



                                  Geschafft! So hat ein Honigraum auszusehen...

                                  [Hinweis: Jutta50 hat den Beitrag zuletzt am vor 6 Jahren, 4 Monaten geändert.]
                                    Bienen machen glücklich!
                                  • Hallo Jutta,
                                    Gratulation! Gut, dass Du alle Trägerleisten getauscht hast - alles andere ist wohl Pfusch. Es hat ja seinen Grund, dass sie teilweise herausgefallen sind.

                                    Hier nun mein Bericht und meine Bilder. Ich bin noch nicht ganz so weit gekommen, wie Du, ich habe heute erst einmal aufgeräumt.

                                    Im ersten Bild eine Sicht von hinten in den Honigraum vor dem Aufräumen.

                                    http://forum.bienenkiste.de/forums/attachment/download?file=1358

                                    Zweites und drittes Bild: nach Abnahme des Bodens. Die herausgerutschten Mittelwände blieben gleich am Boden hängen.

                                    http://forum.bienenkiste.de/forums/attachment/download?file=1359
                                    http://forum.bienenkiste.de/forums/attachment/download?file=1360

                                    Ich habe den Bruch erst einmal entfernt. Nur eine der abgestürzten Mittelwände war teilweise voll Honig.Dann sah es so aus:

                                    http://forum.bienenkiste.de/forums/attachment/download?file=1361

                                    und ich habe die Kiste wieder verschlossen und waagerecht gestellt. Als ich aber anschließend von hinten reinsah - es war zu erwarten: die beiden mittleren, miteinander verbundenen Mittelwände waren durch die Bewegung der Kiste auch noch heruntergefallen. Da war schon mehr Honig drin.

                                    Das habe dann nur von hinten beräumt, Ergebnis:

                                    http://forum.bienenkiste.de/forums/attachment/download?file=1362

                                    Es sind jetzt nur noch fünf Mittelwände drin - und Wildbau.

                                    Ich werde wohl noch einmal ran müssen, nur habe ich keine Leisten mehr.
                                    Alternative: kann man den Honigraum nicht auch "wild" ausbauen lassen? und die Waben zur Honigernte abschneiden? Was spricht dagegen?

                                    Ich hatte also auch eine kleine, ungeplante Honigernte. Lecker. Ich mußte mir also auch fix noch einen Filter bauen.

                                    Eigentlich ist alles ganz manierlich abgelaufen und ich habe nicht einen Stich abgefasst. Ich habe mir viel Zeit genommen und das Wetter war günstig - ich war nicht ganz so "umschwärmt", wie Du!

                                    Über die Ursache bin ich mir aber immer noch nicht im Klaren. Wenn wir zurückdenken - wir hatten schon beim Einhängen den Eindruck, die Trägerleisten passen nicht richtig unter die Querleisten. Und wir hatten Mühe, die hintere Querleiste wieder anzuschrauben, die Rückwand zu verschließen. Leider haben wir bei der leeren Kiste nicht ausprobiert, die Mittelwände einzuhängen. Das einmal vorher zu machen und zu prüfen, ob alles passt - wäre sicher gut gewesen.
                                    Was meinst Du, Jutta, war bei Dir die Ursache? Verklebungen? [Hinweis: sibylle hat den Beitrag zuletzt am vor 6 Jahren, 4 Monaten geändert.]
                                    • sibylle schrieb am 04.05.2014, 17:56
                                      Was meinst Du, Jutta, war bei Dir die Ursache? Verklebungen?

                                      Bei mir war etwas Propolis in der Nut der mittleren Querleiste, aber das Hauptproblem war wohl, dass die Mittelwände mit 30 cm zu lang waren und gegen die Querleiste anstießen, ehe die Trägerleiste tief genug in der Nut war.

                                      Ich habe die neuen Mittelwände auf 29 cm abgeschnitten und damit passten sie richtig und tief genug rein. Werde ich auf alle Fälle das nächste Mal wieder machen. Ich denke, die Bienen werden die ggf. fehlenden mm gerne auch selber ergänzen smiley

                                      Das vorher - ehe die Kiste in Betrieb genommen wird - mal auszuprobieren, halte ich für eine sehr gute Idee. Bin ich aber auch nicht drauf gekommen...

                                      Vielleicht sollte Erhard das in die Anleitung zum Ausbau des Honigraums mit aufnehmen, dass man beim Einsetzen der Trägerleisten penibelst darauf achten muss, dass die Mittelwände nicht an die Querleiste anstoßen und so ggf. das völlige Reinschieben der Trägerleiste verhindern?
                                        Bienen machen glücklich!
                                      • Ich glaube, da könntest Du richtig liegen. Auf jeden Fall prophylaktisch etwas schmaler schneiden, dann ist man auf der sicheren Seite. Gute Idee! Ich werde das machen beim neu bestücken. Ich hatte vermutet, die Leisten wären etwas zu lang - wir werden sehen. Beim nächsten Mal werde ich auch viel gelassener an die Sache rangehen, etwas mehr Übung und Erfahrung hilft.

                                        12 kg Honig, das ist doch eine super Belohnung! Da hast Du nun zwei Ernten. Es gibt ja noch viel, hier jedenfalls blüht noch der Raps, die Linde steht noch aus.
                                        • Hallo Sybille,

                                          dir natürlich auch noch herzlichen Glückwunsch zur glücklichen Lösung des Trägerleistenproblems! Ist doch eine gewaltige Erleichterung, wenn alles hinter einem liegt und auch noch so gut gelaufen ist! Und danke für die Bilder.

                                          Heute Morgen fliegen sie schon wieder, als ob nichts gewesen wäre. Im Moment blüht noch der Bergahorn (sehr beliebt!), die Erdbeeren und die Kastanien. Die Robinien, Linden, Edelkastanien und die ganzen Beeren stehen noch aus, da gibts noch viel zu tun und zu sammeln smiley Wenn die so weitermachen gibts am Ende noch eine dritte Ernte...
                                            Bienen machen glücklich!