Hinweis: Dieses Forum ist seit Ende Februar 2020 archiviert. Hier geht's zum neuen Forum ...

abonnieren: RSS
  • Hallo,

    deswegen liebe ich diese verstellbaren Verschlüsse sehr. So kann man individuell verstellen.

    Petra
    • Das doofe bei meiner Kiste ist, dass das Rückbrett "genau passt", d. h. nicht geschrumpft ist. Mir würden die verstellbaren Verschlüsse also nicht viel bringen, da ich den Boden wegen dem Rückbrett gar nicht weiter ranziehen könnte.

      Jetzt wo ich das schreibe... vielleicht ist gar nicht die Seitenwand geschrumpft, sondern das Rückbrtt hat sich ausgedehnt... hm... Ich muss es jetzt einfach mal so hinnehmen. Wenn man liest, dass die Bienen selbst bei Minustemperaturen im Winter eigentlich nicht mal das Bodenbrett bräuchten, sondern ein Gitter genügen würde... dann wird dieser Spalt sicherlich keine negativen Auswirkungen haben.

      Zurück zum Volk: Gestern Abend war AS-Kontrolle. Nach zwei Tagen waren 35 ml verdunstet (=17,5 ml/d). Ist weder Fisch noch Fleisch. Den Docht (derzeit mittel) habe ich aber erst einmal drin gelassen. Kommende Woche wird es warm in München. Vielleicht erhöht sich die Verdunstungrate dann schon von ganz alleine.
        Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
      • Heute lief das große Männervertreiben. Schon an Nachmittag (16 Uhr) waren gut drei Dutzend verstoßener Drohnen vor der Kiste den Ameisen zum Opfer gefallen. Am Abend (19 Uhr) lief das Drama immer noch. Kratzen, beißen, Haare ziehen - so sind sie halt, die rabiaten Weiber. ^^

        Jedenfalls dürften die Tage der Drohnen definitiv gezählt sein.

        Die AS-Behandlung hat den vierten Tag hinter sich. In den letzten beiden Tagen sind erneut 35 ml verdunstet. Es darf nun schon etwas mehr werden. Mal sehen, was die kommenden warmen Tage dazu beitragen. Im großen und ganzen erträgt das Volk die Behandlung mit Fassung. Alle sind ganz ruhig und überhaupt nicht genervt oder gar aggressiv.
          Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
        • Die AS-Behandlung läuft bislang recht gut bzw. halten sich die sichtbaren Verluste in Grenzen. Totenfall wird entweder von mir unbemerkt raus getragen oder es gibt kaum welchen. Nur Puppenteile werden hin und wieder abtransportiert.

          In den ersten 2+2+1 Tagen verdampften 35+35+20 ml. Daher wurde gestern Abend vom mittleren auf den großen Docht gewechselt. Bis heute Nachmittag waren dann auch 23 ml verdampft, hochgerechnet auf 24h wären das 26 ml. So kann es gerne weitergehen *aufholzklopf*.
            Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
          • In München ist nun auch die AS-Behandlung rum, gestern wurde der Nassenheider entfernt.
            In 11 Tagen sind 250 ml verdunstet:
            Tag 1: 17 ml/d (mittlerer Docht)
            Tag 2: 18 ml/d (mittlerer Docht)
            Tag 3: 17 ml/d (mittlerer Docht)
            Tag 4: 18 ml/d (mittlerer Docht)
            Tag 5: 20 ml/d (mittlerer Docht)
            Tag 6: 26 ml/d (großer Docht)
            Tag 7: 24 ml/d (großer Docht)
            Tag 8: 32 ml/d (großer Docht)
            Tag 9: 36 ml/d (großer Docht)
            Tag 10: 27 ml/d (mittlerer Docht)
            Tag 11: 15 ml/d (Restmenge verdunstet, mittlerer Docht)

            Totenfall der Bienen habe ich nahezu keinen mitbekommen (in den ersten Tagen ausschließlich Drohnen, aber die können auch auf andere Art und Weise verendet sein). Dafür wurde gestern bei der Herausnahme des Nassenheiders das Ausmaß des Varoatotenfalls deutlich: Rund 1 Dutzend lag im Honograum herum. Insofern betrachte ich die erste Stufe der AS-Behandlung als Erfolg. Werde aber im September wahrscheinlich noch eine zweite Behandlung vornehmen.

            Das Wiegen nach Beendigung der AS-Behandlung betrug netto 14,6 kg, also 3,6 kg weniger als vor der Behandlung. Abzgl. ca. 8,5 kg Bienen/Waben dürfte die Vorratsmenge daher bei ca. 6 kg liegen. Es gab dann auch gestern gleich 1,67 kg 3:2-Futterlösung (ca. 1,4 l) mit einem Tässchen Bienentee und einer Messerspitze Salz. Komischerweise wurde über Nacht nichts davon angerührt, zumindest saßen heute Morgen keine Bienen in den Futterbehältern. :-(

            Interessante Beobachtungen in letzter Zeit:
            - Hummeln und Wespen werden rigoros und erfolgreich verjagt
            - die Drohnen wurden während der AS-Behandlung komplett aus dem Stock vertrieben (gibt es Zusammenhänge?)
            - der Putztrieb ist außerordentlich, denn auf dem Flugloch sind immer Bienen unterwegs, die das Haarkleid ihrer Schwestern genau inspizieren und sich regelrecht darin verbeißen. Vielleicht findet so schon eine natürliche Varoa-/Parasitenkontrolle statt?
            - gelegentlich (bei der Beobachtung gestern Nachmittag 2 Stück) werden lebende Bienen von 6-8 anderen belagert bzw. angegangen/attackiert und dann ringend vom Flugbrett getragen. Ich vermute Räubereiversuche. [Hinweis: beemuc hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren, 7 Monaten geändert.]
              Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
            • So, etwas mehr als 4 Wochen sind seit dem letzten Eintrag vergangen - ganz untätig war ich aber nicht und den Bienen geht es auch prima.

              Kurz nach Ende der 1. AS-Behandlung (10.08.) habe ich noch 0,9 kg Zucker 1:1 gegeben. War eher als Anreiz für noch etwas Bautätigkeit gedacht, hat aber nichts gebracht. So bin ich schließlich recht schnell in die 3:2-Auffütterung übergegangen. In den letzten Wochen sind so immerhin in 1kg-Rationen 10 kg Zucker mit jeweils einer Tasse Bienentee und einer Messerspitze Salz "unters Volk" gekommen. Das Netto-Gewicht der Kiste ist von 14,6 kg unmittelbar nach der AS-Behandlung auf heute 26,2 kg angewachsen. Nachdem der Brutraum zu etwa 90% (8,1 kg Bienen/Waben) ausgebaut ist, dürften also ca. 18 kg Vorräte vorhanden sein.

              Die 2. AS-Behandlung wurde schließlich heute gestartet. 150 ml mit dem mittleren Docht. Zwar macht das Volk insgesamt einen vitalen Eindruck, aber ich möchte über den Winter keine böse Überraschung erleben und auf Nummer sicher gehen. Die 1. Behandlung wurde prima weggesteckt, so dass ich mir auch jetzt keinen großen Einbruch erwarte. Der Milbe geht es aber dann schon eher an den Kragen, auch wenn vielleicht nicht sonderlich viele da sind.

              Die Brutsituation scheint sehr gut, jedenfalls eine Menge verdeckelter Zellen.

              Polleneintrag ist wunderbar. Auf der benachbarten Wiese blüht Hornklee, daher wohl der orange Pollen und antrazitz/blau ist übermäßig viel dabei. Scheint wohl in der Nähe Phacelia zu wachsen, oder der Borretsch am Wegesrand...

              Anbei ein paar Fotos von der heutigen Öffnung.
                Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
              • Die AS wird für dieses Jahr in den Schrank gestellt. Zwischen dem 10. und 19.September sind 150 ml verdusntet in folgenden Raten:
                Tag 1-2: 20 ml/d (mittlerer Docht, Wechsel auf kleinen Docht)
                Tag 3-5: 15 ml/d
                Tag 6-8: 17,5 ml/d
                Tag 9: 12,5 ml/d

                Die Verdunsungsrate war über den gesamten Zeitraum überdurchschnittlich bzw. über der Empfehlung gem. Buch, aber das Volk hat während der Zeit keinen unglücklichen Eindruck gemacht. Es herrschte teilweise reger Flugbetrieb und Polleneintrag war auch erkennbar.

                In Kürze wird gewogen und dann nach Bedarf noch Futter nachgereicht. Vor der AS-Behandlung waren die Vorratskammern aber ausreichend gefüllt.
                  Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
                • Viel Zeit ist vergangen seit meinem letzten Beitrag, was aber nicht heißen soll, dass ich meine Mädls vernachlässigt habe.

                  Die Überwinterung lief recht problemlos, vom teils zu milden Winterwetter abgesehen. Die OS-Behandlung habe ich daher erst kurz vor der Wintersonnenwende gemacht und dabei auch eher an das Bienenjahr gedacht als an "optimales Wetter", denn das wäre auch in den Tagen/Wochen danach kaum aufgetreten. 50 ml habe ich auf eine sehr kräftig (alle Wabengassen) besetzte Kiste verspritzt.

                  Ende Januar / Anfang Februar wurde bereits wieder Pollen eingetragen, vmtl. von den nahegelegenen Haselsträuchern. Es war aber auch die Zeit, in der wohl eine milde Form von Durchfall im Volk ausbrach (siehe auch: http://www.mellifera-netzwerk.de/forum/thread/3586/ruhr#dis-post-22525) und mir der ausgeräumte Totenfall Sorge bereitete, in dem sich sehr viele Bienen mit verkürztem Hinterleib befanden - Ergebnis der Varoa.

                  Mitte März begannen in der direkten Umgebung (50 und 80 m) zwei Kriechen-Pflaumen zu blühen, die bei gutem Flugwetter zu einer ersten großen Nahrungsquelle mutierten (das wird im Sommer wieder reichlich Marmelade und Likör geben...). In dieser Zeit (13.03.) auch die erste Wägung nach nach der OS-Behandlung (25,5+17,8 bei 24,0 Startgewicht) und ein kleiner Schock: 19,7+16,3 bedeutete nur noch rund 5-6 kg Vorräte. Bei der überwiegend starken Wintervolksgröße war der Verbrauch aber erklärbar. Das zwang mich zu einer Notfütterung zu Beginn der zweiten Märzhälfte parallel zur Kriechen-Pflaumenblüte. Der erste Versuch mit 250 g Zucker (1:1) scheiterte, der zweite mit gleicher Menge wurde aber dankend verzehrt. Dann ging es für 3 Wochen in den Urlaub.

                  Am 16.04. die erste Möglichkeit nach dem Urlaub zum Öffnen der Kiste genutzt und wow! Das Volk war während meiner Abwesenheit explodiert, alle Waben dicht besetzt, Arbeiterinnen- und Drohnenbrut vorhanden. Drei Waben wurden bereits unter dem Trennschied hindurchgebaut. Gewicht 18,0+23,6, also Vorrat rund 8-9 kg. Also abends gleich den Honigraum freigegeben. Die abzuschneiden Wabenteile waren mit Drohenbrut belegt (geschlüpfte Drohnen schwirrten auch schon fröhlich in der Gegend herum), die ich dann etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Eine Varoamilbe wanderte auf dem Trennschied herum, eine weitere versteckte sich in einer der 37 Drohnenzellen. Weiselzellen/Spielnäpfe waren etwa 10 Stück gebaut, aber weder bestiftet noch verdeckelt. Das sollte sich ändern....

                  Eine Weiselzellenkontrolle war danach wegen des Wintereinbruchs und anhaltend nasskaltem Wetter nicht mehr möglich. Erst am 29.04., also vergangenen Freitag war wieder normaler Flugverkehr möglich.

                  Und am 30.04. dann das große AHHHHH! 10 m von der Kiste entfernt hing in der Kiefer ein Schwarm bzw. zwei Trauben. Herrlich, zumal vergangene Woche die Kiste von Bienen Seb geliefert wurde und rechtzeitig fertiggebastelt werden konnte. Der Schwarmfang war sehr einfach und entspannt, zumal die Mädls auf Bauchhöhe hingen und die Äste leicht mit der Rosenschere zugänglich gemacht und abgeschnitten werden konnten. Ca. 1,8 kg brachten beide Trauben zusammen auf die Waage und verbrachten eine Nacht in Kellerhaft. Im Muttervolk habe ich etwa 8 verdeckelte Weiselzellen herausgebrochen, alle Spielnäpfe entfernt und die augenscheinlich jüngste Weiselzelle (mit Made, unverdeckelt) im Volk belassen.

                  Gestern Nachmittag (vorhergesagter Regen zwang mich vom Abendeinzug Abstand zu nehmen) fand der Einzug statt. Eine beeindruckende Prozession, die fast alle Bienen in die Kiste führte. Nur drei kleine Häufchen unter der Einlauframpe bzw. in den abgeschnittenen Kiefernzweigen blieben zurück. Die habe ich dann abends manuel von hinten in die Kiste befördert. Bis jetzt sind auch alle drin geblieben. Flugloch ist verengt und aufgrund der guten Wettervorhersage ab Mitte der Woche gibt es ab morgen Abend erst einmal nur Futterteig und kein Flüssigfutter.

                  So stehen in der Messestadt Riem im Münchner Osten nun 2 Bienenkisten, über die ich hier weiter berichten werde.

                  Fotos vom Schwarmfang, vom Muttervolk und vom Einzug des Schwarms folgen.
                    Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
                  • Fotos vom Schwarmfang
                      Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
                    • Fotos vom Muttervolk nach dem Schwarmabgang
                        Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
                      • Und Fotos vom Einzug
                          Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
                        • Kurzer Abriss der letzten Tage.

                          Kiste 1 (2. Jahr)
                          Als hätte es den Schwarmabgang am 30.04. nie gegeben ist das Volk emsig dabei, den Honigraum auszubauen. Die Waben werden teilweise schon bis zur Rückwand besetzt bzw. "bekrabbelt", Ausbau mit Waben mit Blick von hinten in die Kiste geschätzt bei 20%. Polleneintrag ist auch sehr gut.
                          Die nach dem Schwarmabgang stehen gelassene, offene Weiselzelle mit Made (30.04.) ist inzwischen garantiert verdeckelt (seit dem Schwarmabgang keine Kontrolle), frühester Schlupf ist wohl am 08.05..

                          Kiste 2 (frisch besiedelt)
                          Am 2. Tag nach dem Einzug des Schwarms erhielt das Volk eine Packung Futterteig. In der Packung hatte sich offenbar durch die Lagerung ein wenig Flüssigkeit gesammelt, die zwar teilweise wieder in den Teig "einmassiert" werden konnte, aber es ist wohl in der Kiste dennoch auch etwas Flüssigkeit durch den Öffnungsschlitz der Packung gelaufen. Zum Glück habe ich ein Sperrholzbrett untergelegt, so dass nichts auf den Kistenboden laufen konnte. Die Bienen lecken nun eifrig am Sperrholzbrett... Gestern (5.5.), also am 4. Tag nach dem Einzug konnte ich auch erstmals Polleneintrag beobachten - sehr gutes Zeichen!
                          Die Traube ist schön groß und sitzt mittig an der östlichen Seitenwand.
                            Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
                          • 07.05. - Nachschwarm

                            So war das nicht geplant, aber zumindest einen Neu-Bienenkistenimker konnte ich glücklich machen und mit einem Nachschwarm versorgen. Seit dem Abgang des Vorschwarms am 30.04. blieb die tägliche Kontrolle bis gestern Nachmittag (07.05.) ohne Ergebnis. Gestern hing dann aber doch wieder eine Traube an der Stelle, an der auch genau eine Woche zuvor schon der Vorschwarm hing.

                            Das Einfangen war noch wesentlich leichter als beim Vorschwarm bzw. waren alle Bienen schneller vereint. Karton unter den Schwarm gehalten, dreimal kräftig am Ast geschüttelt und der Großteil war drin. Die verbliebenen Bienen waren etwa 15 Minuten später alle durch das Loch im Kartondeckel gekrabbelt. 1,5 kg brachte der Schwarm auf die Waage.

                            Im Muttervolk hatte ich letzte Woche dann wohl doch mindestens eine Weiselzelle zu viel stehen lassen bzw. übersehen. Die Kontrolle gestern Abend ergab, dass die Weiselzelle (unverdeckelt, mit Made), die ich mir für die neue Königin herausgesucht hatte, inzwischen verdeckelt ist. Außerdem konnte ich an einer etwas unzugänglicheren Stelle noch eine zweite verdeckelte Weiselzelle finden, die ich dann aber herausgebrochen habe. Wenn es nach mir ginge, sind zwei Schwärme für dieses Jahr genau richtig... Bin gespannt, ob es meine Mädls auch so sehen.

                            Anbei noch zwei Fotos.
                              Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
                            • 09.05. - Nachschwarm

                              Allmählich treiben mich meine Damen in die Verzweiflung bzw. bin ich wohl der schlechteste Weiselzellenfinder auf diesem Planeten...
                              Gut nur, dass ich quasi aus meinem Büro auf die Bienenkiste schauen kann, denn so konnte ich das Schauspiel ab 12 Uhr mittags live miterleben. So schnell wie alle Damen und wenige Herren aus der Kiste in der Luft waren, so schnell zog sich das fliegende Wirrwarr immer enger zusammen und näherte sich mehr und mehr der gewohnten Stelle, an der auch schon der Vorschwarm (30.04.) und der erste Nachschwarm (07.05.) sich niedergelassen hatten.

                              Kurz vor 16 Uhr landete die Traube mit einem Gewicht von 1,3 kg in einem Karton und wie auch schon der erste Nachschwarm, waren alle noch umherschwirrenden Bienen ruckzuck ebenfalls in den Karton eingezogen. Gegen 18 Uhr wurde der Schwarm seiner neuen Besitzerin übergeben.

                              Ich dachte ja eigentlich, am 07.05. nur noch eine einzige Weiselzelle für die neue Jungkönigin stehen gelassen zu haben. Scheinbar war woanders wohl doch noch eine unentdeckt geblieben. Hoffentlich nur eine, denn weitere Nachschwärme würden dem Volk wohl jetzt echt nicht mehr gut tun. Von einer auskömmlichen Honigernte habe ich mich eh schon gedanklich verabschiedet, aber nun soll zumindest das Muttervolk nach drei Schwärmen nicht noch weiter geschwächt werden und so die erfolgreiche Einwinterung gefährden. Am Flugloch sieht man gefühlt mehr Drohnen ein- und ausgehen als Sammlerinnen.

                              Aber zumindest die Schwarmtraube war schön, siehe Foto.
                                Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
                              • hallo beemuc

                                Ja, wirklich eine schöne Schwarmtraube, ideal zum Einschlagen in den Fangkorb.

                                Kontrollierst du jetz noch einmal auf Schwarmzellen oder lässt du der Natur
                                ihren Lauf?

                                gruss bf
                                  Abyssus abyssum invocat
                                • Da bin ich mir noch sehr unsicher, bf.

                                  Liebig schreibt, dass schlüpfende Jungköniginnen entweder die Konkurentinnen abstechen und das Volk in der Kiste übernehmen oder aber von den Stockbienen vom Abstechen abgehalten werden und dann mit einem Schwarm ausziehen. Nun denke ich, dass das Muttervolk so schlau ist - sofern wirklich noch mehrere belegte Schwarmzellen im Volk sind - und gemerkt hat, dass es binnen einer Woche 3 Schwärme abgegeben hat und eine schlüpfende Jungkönigin die Angelegenheit in der Kiste nun selbst regeln lässt.

                                  Wenn ich die Kiste ein weiteres Mal öffne, wüsste ich nicht, wo ich noch schauen soll. Ich hab schließlich schon zweimal Weiselzellen gebrochen.

                                  Inzwischen bin ich auch so weit, dass ich in einem weiteren Nachschwarm nach der Jungkönign suchen und sie "isolieren" würde, um die geschwärmten Bienen so zur Umkehr ins Muttervolk zu überreden.
                                    Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
                                  • hallo beemuc,
                                    In deiner Kiste müssten ja nun deutlich wenig er Bienen sein, so dass du
                                    bei Verwendung von Rauch
                                    - tiefer in die Wabengassen schauen
                                    - die Waben etwas mehr auseinander drücken kannst-

                                    Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass die Königin die Konkurentinnen absticht. Das sieht eher nach totschwärmen aus.

                                    Ich würde nochmal gründlich suchen, denn garantiert ist ja eine geschlüpfte Jungkönigin bereits im Volk: Hörst du kein Tüten und Quaken?

                                    gruss bf
                                      Abyssus abyssum invocat
                                    • bf, deinem Rat folgend habe ich vorgestern morgens und nachmittags genauer am Flugloch gelauscht - ohne Ergebnis.

                                      Gestern (11.05.) habe ich schließlich die Kiste nochmals geöffnet (Foto), um eine weitere Kontrolle nach Weiselzellen vorzunehmen. Die Mädls sind schon gerissen.... An der Schnittstelle zwischen den Brutraumwaben und den Honigraumwaben haben sie sehr tief (also Richtung Kistendecke) von mir bislang unbemerkte und sehr schwer zu findende Weiselzellen gebaut. Fünf davon waren oben kreisrund aufgebissen, d. h. fünf Jungköniginnen sind geschlüpft. Zwei waren noch verdeckelt (direkt aneinander gebaut). (Foto)

                                      Ich habe sowohl die geöffneten als auch die verdeckelten herausgebrochen und nur die eine stehen gelassen, die ich von Anfang an für die neue Königin vorgesehen hatte (Foto).

                                      Als ich die Kiste wieder verschlossen hatte, habe ich mir die verdeckelten Zellen etwas genauer angesehen. Eine schien auf der Seite angebissen bzw. hatte ein Loch. Darin befand sich eine dunkelbraune, recht eingefallene Made. Ich vermute, an der Zelle bzw. deren Inhalt hat sich schon "jemand zu schaffen" gemacht.

                                      Die zweite Zelle bekam meine volle Aufmerksamkeit, als ich ein Kratzen von innen hörte... mit einem Draht habe ich dann den Deckel etwas aufgerissen und tatsächlich ist dann unmittelbar eine junge Königin geschlüpft - ein tolles Erlebnis, sehr erhaben! (Foto)

                                      Da ich ja eine verdeckelte Weiselzelle im Nest gelassen habe, wusste ich aber nicht so recht, was nun mit der jungen Königin passieren soll (Blumentopf nehme ich mir fürs nächste Jahr mal vor). Sie zu töten habe ich nichts übers Herz gebracht, drum habe ich sie auf das Flugbrett gesetzt und die Natur entscheiden lassen. Sie wurde gleich von Wächterinnen bemerkt, aber nach mehreren Sekunden regungslosem "Kopf an Kopf" wurde sie in die Kiste gelassen.

                                      Bei der Kontrolle heute morgen war die erste Entscheidung der Natur schon zu sehen: Vor der Kiste lag eine tote Königin. Ob es die von gestern war - keine Ahnung.

                                      Für mich ergeben sich mehrere Möglichkeiten:
                                      a) Die zugesetzte Königin wurde zwar in die Kiste gelassen, aber dennoch nicht akzeptiert und getötet. Das Volk will eine "Hausgeburt" und wartet auf die Königin aus der noch verdeckelten Zelle.
                                      b) Die zugesetzte Königin hat noch in der Nacht die verbliebene Weiselzelle aufgesucht und die ungeschlüpfte Rivalin getötet. bzw. schlüpfte die im Volk verbliebene Weisel in der Zwischenzeit und es kam zum Kampf - die Verliererin lag heute morgen draußen.
                                      c) Es ist bereits eine neue Königin im Volk, so dass die zugesetzte getötet wurde.

                                      Wer von euch hat Antwort d), e), f) ... parat? :-D

                                      Möglich scheint mir alles und nichts.
                                      Am unwahrscheinlichsten halte ich c), denn wenn bereits eine Neue drin ist, warum werden dann noch 3 verdeckelte Weiselzellen gepflegt?
                                      Antwort a) könnte sein, doch der Einzug in die Kiste schien mir recht konfliktfrei. Oder ergibt sich mangelnde Akzeptanz erst bei längerem Aufenthalt im Volk?
                                      b) ist für mich am plausibelsten. Die ausgesuchte Weiselzelle hatte am 30.04. eine dicke Made am Zellenboden. Ausgehend von einer möglichen Verdeckelung am 01.05. wäre frühester Schlupf am 08.05. gewesen. Bei Schlupf gestern müsste die Verdeckelung am 04.05. gewesen sein. Das kommt dem Madenstadium vom 30.04. entsprechend schon hin.

                                      Was meint ihr dazu?
                                        Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
                                      • Mhh, also mir scheint Variante c am wahrscheinlichsten.
                                        Du hast ja die seitliche Öffnung der ausgebrochenen und offenbar abgestochenen Weiselzelle auch nicht gesehen.
                                        Bist Du Dir sicher, dass die von Dir auserwählte Zelle nicht auch schon abgestochen ist?
                                        Somit würde ich davon ausgehen, dass eine Weisel im Stock ist und sie auch keine Schwarmstimmung mehr hat.
                                        Da ist ja mittlerweile auch wieder reichlich Platz zum ausbauen drin, wenn ich mir den Honigraum so anschaue.
                                        Aber letztlich ist alles Spekulatius...
                                        Gruß!

                                        Ulrich
                                        • Ulrich, die "auserwählte" Weiselzelle habe ich von allen Seiten begutachtet (da steckt schließlich die vermeintliche Zukunft des Volkes drin...) und keinerlei Schäden festgestellt. Außerdem wurde sie auch stets von einem halben Dutzend zitternder und sichtbar aufgeregter Bienen umsorgt.
                                            Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte