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  • Hallo Forumsmitglieder,

    ich bin ganz neu hier, habe mich in letzter Zeit intensiv in das Thema Bienenhaltung eingelesen und mich entschieden mit der Bienenkiste zu arbeiten.

    Der Standort für die Kiste(n) wäre optimalerweise an der Südostecke meines Grundstückes, maximale Entfernung zum Nachbarn - da gibts nur einen, östlich von mir; an der Nordseite geht eine Strasse vorbei; Süden und Westen sind eine extensive Wiese (wird gar nicht gemäht) und eine Wiese, die für Pferdefutter gemäht wird, also auch eher eine Blumenwiese. Also von daher sollte der Standort ziemlich optimal sein.

    Nur ist da eben auch mein Hühnerhaus und -auslauf.

    Kommen die miteinander klar? Natürlich müsste die Kiste so aufgestellt, dass die Hühner nicht direkt dran-, bzw. draufkommenn. Aber ich möchte auch nicht unbedingt unnötig Zäune aufstellen, und die Hühner sorgten auch für kurzes Gras um die Kiste.

    Sind da Probleme zu erwarten? Hat jemand Erfahrung mt der Kombination?

    Auf dem Hof meiner Großmutter waren Hühner und Bienen auch in einem Haus, allerdings waren die Fluglöcher für die Bienen relativ hoch, gut Hüfthöhe würde ich mal im Nachhinein schätzen.

    Danke für alle Antworten
    Marion

    Diese Frage wurde von jakobleipzig beantwortet. Siehe erste Antwort.

    • Erst mal Hallo,

      Mhhhh Hühner essen ja auch kleine Insekten, Ich bin mir nicht sicher, ob die sie vom Flugloch Picken.
      Viellicht kann hier ja jemand aus Erfahrung was sagen ?
      • Hoi Marion

        Die Bienen Lieben es eh etwas höher, am Boden ist es immer etwas Feuchter.
        Meine Fluglöcher befinden sich 0.5m hoch, und so kann es immer wider vorkommen, dass unsere Hühner mal vorbeikommen und sich das Gemüll vor dem Flugloch, etwas genauer untersuchen.
        Sollte es dir dabei trotzdem nicht ganz geheuer sein, so bilde eine kleine Hürde damit die Bienen gleich nach dem Flugloch Höhe gewinnen müssen.
        Gakernde Grüsse David
        • David schrieb am 03.05.2014, 21:38
          Hoi Marion

          Die Bienen Lieben es eh etwas höher, am Boden ist es immer etwas Feuchter.
          Meine Fluglöcher befinden sich 0.5m hoch, und so kann es immer wider vorkommen, dass unsere Hühner mal vorbeikommen und sich das Gemüll vor dem Flugloch, etwas genauer untersuchen.

          hmm ... halber Meter - da seh ich meine Hühner auf dem Anflugbrett balancieren, vor allem das Jungvolk, die fliegen wie die Spatzen ... und sehr viel höheres Flugloch dürfte schwierig sein, weil man die Kiste dann ja nicht mehr vernünftig, sprich schonend kippen kann.

          Macht es den Hühnern nix, wenn sie (halb)tote Bienen, wie es sie um den Stock ja immer geben wird, fressen?
          • Hallo
            Ich hatte Freilandhühner (bis der Fuchs 2x kam), die direkt um die BKs weideten. Die Hühner lieben Insektenjagd, aber sie bevorzugen solche, die nicht stechen.
            Drum: Wenn kein Flug herrsch gehen sie nahe an die Kisten, sobald die Bienen richtig fliegen, gingen sie bei mir nur noch hinter die Kisten.
            Ich habe anfangs mit einem Zaun 2m Abstand zu den FL geschaffen, den konnte man dann aber gut auch weglassen.
            Beim Wildbienenhotel hingegen hab ich ein Kompostgitter als Absperrung gelassen, da schauten sie irgendwie voll gierig.
            Gruss Bindi
            • discuss.answer
              Meine Kisten stehen von Anfang an im Hühnergatter. Freilich habe ich da keinen Massenbetrieb, sondern immer unter 10 Tieren.
              Kleine Nachteile kann ich benennen:
              - Totenfall auf dem Boden vor der Kiste ist nicht beobachtbar, der wird weggepickt.
              Das betrifft aber nicht die Toten oder Krabbelnden auf dem Anflugbrett (bei mir ca. 40 cm lang, Höhe nur 30 cm über dem Boden). Auch sah ich nie ein Huhn, das versuchte, fliegende Bienen zu schnappen. Sowas machen Hühner generell nicht, das können sie nicht.
              - Hühner sitzen gern erhöht...
              Seitdem ich ein sehr schräges Dach habe (ähnlich den im Forum gezeigten), finden die da keinen Sitz mehr, Problem gelöst.
              - Hühner picken Styropor
              Falls man damit Spätwinter-Dämmung macht, muss es abgedeckt und unerreichbar sein.

              Dafür sieht es herrlich aus, wenn sich die Hühner bei Regen unter den Kisten verstecken. Der Hahn ist so groß, dass er nur den Kopf darunter stecken kann. Dann bildet er sich ein, damit sei er geschützt.

              Also nach meiner Erfahrung eine gute Kombination, Bienen im Hühnergatter.
              • jakobleipzig schrieb am 06.05.2014, 21:08
                Auch sah ich nie ein Huhn, das versuchte, fliegende Bienen zu schnappen. Sowas machen Hühner generell nicht, das können sie nicht.

                Da kennst Du meine Hühner nicht - ich hab mich lang gewundert, warum die (oft bei drückenden Wetterlagen, kurz vorm Gewitter) im Zickzack durch die Gegend rennen, Kopf in der Höh - bis ich mal genauer hingeschaut hab - die versuchen zumindest fliegendes Getier zu schnappen. Mäuse fangen sie übrigens auch, wenn sie die Gelegenheit haben ...

                Also nach meiner Erfahrung eine gute Kombination, Bienen im Hühnergatter.

                Das beruhigt und damit werde ich den Standort auch für die Bienen nutzen!

                Danke an alle für eure hilfreichen Antworten!

                Marion
                • Liebe Marion, du hilfst der Übersichtlichkeit, wenn du deine Frage nach Beantwortung abhakst
                  (= mit Sternchen versiehst - rechts in der Ecke drüberfahren/clicken....)
                    sapere aude
                  • Hallo Marion,
                    es ist zwar schon ein paar Tage her, dass Du dieses Thema angesprochen hast, aber ich bin
                    zum Thema Hühner und Bienen auf einen interessanten Artikel gestossen, der sich mit den
                    Erfahrungen eines 85-jährigen Imkers unseres Ortes deckt. Er hält seit mehr als 50 Jahren
                    Hühner und Bienen in einem gemeinsamen Pferch, ohne jegliche Nahteile.

                    Ultimative Lösung in der Bekämpfung des Beutenkäfers Äthina
                    tumida
                    Symbiotische Haltung von Biene und Haushuhn als
                    Erfolgsrezept
                    Die ultimative Lösung in der Bekämpfung des Beutenkäfers (Äthina tumida)
                    hat ein Imker in Oberösterreich gefunden: Die symbiotische Haltung von
                    Bienen und Haushuhn (Gallus gallus domesticus) in der im Foto
                    dokumentierten Form lässt dem Käfer keine Chance zur Vermehrung. Wenn
                    die Larven den Stock verlassen, um sich in der Erde vor dem Bienenhaus zu
                    verpuppen, warten schon die hungrigen Schnäbel auf den Leckerbissen.
                    Wiederum zeigt sich, dass der Einfallsreichtum und die Experimentierfreude
                    der Imker die Nase vorne hat. Zur Zeit in Erprobung ist der Einsatz einer
                    geeigneten Vogelart, welche den Käfer beim Zuflug in die Bienenbeute abfängt und so den Schädling
                    bereits „im Fluge“ unschädlich macht. Die Wissenschaft beschäftigt sich derzeit mit der züchterischen
                    Bearbeitung des Bienenfressers (Merops apiaster) zu einem Käferfresser. Autor: Jakob Käfer 1. April
                    2005 [ 01.04.2005 - Jakob Käfer ]

                    Somit erfährst du Unterstützung für deine Haltung von Bienen im Hühnerpferch auch aus wissenschaftlicher Sicht.

                    gruss bf [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 5 Jahren, 9 Monaten geändert.]
                      Abyssus abyssum invocat
                    • Zur Zeit in Erprobung ist der Einsatz einer
                      geeigneten Vogelart, welche den Käfer beim Zuflug in die Bienenbeute abfängt und so den Schädling
                      bereits „im Fluge“ unschädlich macht. Die Wissenschaft beschäftigt sich derzeit mit der züchterischen
                      Bearbeitung des Bienenfressers (Merops apiaster) zu einem Käferfresser. Autor: Jakob Käfer 1. April
                      2005 [ 01.04.2005 - Jakob Käfer ]

                      Ja klar - nur Osterhasen sollte man lieber separat halten, sonst bekommen die Hühner Legeverwirrung, was wiederum die Bienen zu Wirrbau anstiftet - hast Du malso ganz kurz einen Blick auf den Namen des Autors und das DATUM geworfen?

                      Aber trotzdem für alle anderen Mitlesenden meine bisher gemachten Erfahrungen:

                      Bienen und Hühner geht gut, die Hühner lassen scheinbar alle lebenden Bienen in Ruhe, umgekehrt wohl auch. Die Palette auf der die Beuten* stehen wird nicht geentert, aber der Bereich darunter nach toten Bienen abegsucht. Das ist auch der einzige Nachteil - ich werde es nicht so einfach merken, wenn vermehrt Totenfall auftritt.

                      * Ja ich habe mich schlußendlich gegen die Bienenkiste entschieden, mir war es für den Anfang wichtiger mich mit meinem Bienenpaten austauschen zu können, auch mit Hilfe per Rähmchen, z. B. für eine Weiselprobe. Das hat sich auch als gute Entscheidung herausgestellt - mein einlogierter Schwarm war/wurde weisellos (scheint heuer öfter ein Problem zu sein ...) und so konnte ich den Bienen Material zum Nachschaffen anbieten.

                      Magazinimkernde Grüße
                      Marion
                      • hallo Marion,

                        hast Du malso ganz kurz einen Blick auf den Namen des Autors und das DATUM geworfen?

                        Ja klar, die Hausarbeit ist fast 10 Jahre alt. Im Hinblick auf das Thema aber nicht weniger aktuell, bestätigt sie doch immer noch wissenschaftlich das positive symbiotische Verhalten von Bienen und Hühnern.
                        Man geht heutezutage hin und sucht übrigens vermehrt in alter Imkerliteratur nach Ansätzen zur Problembehandlung bei der Bienenhaltung.

                        Und bei Dir klappts ja auch prima mit der Symbiose. Viel Erfolg weiterhin.

                        gruss bf

                          Abyssus abyssum invocat
                        • Schon mal was von "April, April" gehört? Und "wissenschaftliche" Artikel sollte man dann auch mit Quellenangabe zitieren ...
                          • Hallo Marion,
                            gratuliere, Du hast`s tatsächlich gemerkt. Super!!!

                            Hier Deine Bestätigung:
                            http://www.imkereizentrum.at/uploads/tx_sbdownloader/newsletter_01.01.2005_31.12.2005.pdf
                            (Seite 6,7)

                            Der 1. April ist ein teuflischer Tag
                            Ich hoffe, dass uns niemand böse ist - aber die Bienenhütte in Kombination
                            mit dem Hühnerstall gibt es wirklich und war einfach verlockend! Zur
                            Beruhigung: der Käfer ist noch nicht da!

                            Erlaubst Du, das ich mitlache?
                            Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir und viel Erfolg mit dem Magazin.

                            ganz lieben gruss, bf
                              Abyssus abyssum invocat
                            • Soweit, so gut, weil ich sehr gern auch Bienen halten möchte, muss ich mich ja im Vorfeld sehr genau erkundigen, wie was funktioniert. So ist das auch meine Frage gewesen, Hühner und Bienen.
                              Ich habe Zwergbrahmas und eine Gundula (Dänisches Blumenhuhn) im Gehege mit Sonne bis in die frühen Nachmittagsstunden. Sonst alles Sträucher und einige hohe Bäume rund rum. Ich denk, es wird kein schlechter Standort sein bei den Hühnern, oder soll ich die Bienen lieber in die volle Sonne stellen?
                              gruß
                              Andrea