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  • Hallo an alle Organisatoren, Vortragshalter usw.

    nochmal ein riesen Dankeschön für die drei Infomativen, leckere, entspannende, anstrengende Tage. Schön das man sich mal Persönlich gennengelert hat, jetzt hat man auch mal von manchem ein Bild vor Augen wenn hier geschrieben wird
    Hat ein riesen Spaß gemacht.

    LG Dirk
    • Honsberg schrieb am 06.10.2014, 14:52
      Hat ein riesen Spaß gemacht.
      mir auch!

      Danke an alle, die gekommen sind.
        Erhard Maria Klein - Hamburg
      • ich schliess mich da mal ganz faul an Dirk an, die Stimmung war durch Menschen und Umgebung wunderbar geprägt..


        • Hallo Leute
          Hier mein Feedback: Wir haben extrem viel gelernt: Über Bienen und Beuten, Verhalten und Probleme, Spuren lesen und und und...
          Auch wie verschieden die Völker am gleichen Standort sein können, auf dem Land und in der Stadt.
          Das spannendste für mich aber war eindeutig: Wie verschieden die Imker sind.
          Aus ganz Deutschland und Umgebung kamen sie angereist, angeflogen und gekrabbelt, in Fahrgemeinschaften oder mit dem ÖV. Ganz unterschiedliche Rassen: Da gabs z.B. die amerikanisierte Hamburgbiene, Arbeiterinnen und Herumhänger, fleissige Mitschreiber und notorische Besserwisser (die dann tatsächlich auch vieles besser wussten). Wie so oft im Spätsommer waren sie alle scharf aufs Tortenbuffet und die Honig-Degustationstränke.

          Ganz unterschiedliche Methoden auch beim Schwarmfang: Während die einen mit haarspangenähnlichem Plastikteil direkt in der Schwarmtraube nach der Königin schnappen, träumen andere von unzähligen subventionierten Schwarmfangbeuten auf jedem Balkon ihrer Stadt oder hängen solche bienenkistenkompatible Konstrukte via Flaschenzug hoch in die Bäume oder vors Schlafzimmerfenster und locken die Schwärme mit pheromonhaltigen Geheimrezepten an.

          Die Beweggründe der Imkerei mit der Bienenkiste waren nicht minder vielfältig: Honiggewinner trafen auf NaturliebhaberInnen, Wildbienenfans auf Wiedereinsteiger, Apitherapeuten, die ihren Freunden Bienen an die Innenarme halten und stechen lassen (Imker vom Bahnhof Zoo) auf Fluglochbeobachter und Sebstversorger.

          Das Thema Bienenstiche sorgte für sehr lustige Stunden am Lagerfeuer, die beiden Kisten Bier lockerten dann auch den schweigsameren Imkern die Zunge und Neulinge erfuhren unsägliche Tipps und Tricks: (Dabei handelte es sich v.a. um Anleitungen, wie man befreundete (und unbedingt auch unbefreundete) Imker überraschen kann. (Wer kannte sich bereits mit Bananen-Kampfgas-Anschlägen aus?) Natürlich durften auch die Heldengeschichten nicht fehlen, à la „Das tapfere Imkerlein“ und natürlich (wie zu erwarten, hi hi) Drogenerlebnisse bei Imkerkinder im Vorschulalter und ähnliches.

          Im komfortablen Sammelquartier verhielten sich Imker ganz anders als ihre Bienen: Der turnhallengrosse Gemeinschaftsraum wurde löchrig bebrütet, die Streckmaden räkelten sich grosszügig verteilt und verpuppten sich schon früh am Abend, dass schon bald kein Summen mehr zu hören war. Frühmorgens schwärmten sie dann in kleinen Gruppen zielstrebig ans gediegene Frühstücksbuffet.
          Die praktischen Workshops waren ebenfalls spannend, nachdem wir uns zu etlichen Themen eingetragen hatten, lernte man vieles v.a. über ganz andere genauso interessante Themen. Die Bienen verhielten sich ganz anders als erwartet, genauso wie ichs mich von meinen eigenen gewohnt bin.
          Am letzten Tag waren wir alle schon etwas am Ende, die Honigmagen vollgefressen, die Hinterteile haarlos abgearbeitet und die Notizhefte vollgekritzelt, die Köpfe rauchten mehr als die Smoker. Warum auch nicht das Thema Brutkrankheiten noch etwas vertiefen, ganz im detailierten biologischen Sinne? Da kamen die cosmischen Mondphasenbegutachter dann mit den wissenschaftlich angehauchten Statistikern doch etwas ins Gehege, was den Bücherskorpionanhängern und den Freiluft Brutwaben Verfütterer dann doch den Puls etwas höher trieb. Die AF Spezialisten (Amerikanische Faulbrut) plädierten für flächendeckend regelmässige Futterkranzproben, wobei sich diese Gruppierung in „brutnahe Probenehmer“ und „brutferneauchälterefutterzonenhauptsacheregelmässige Probenehmer“ unterteilten. Als dann die ImkerAnfängerSeparatisten sich noch meldeten und die Zuhörenistschwierigeralsdreinredner ebenfalls, wurde hitzig debattiert und viele Jungimker verspürten bald den Drang umgehend, zu ihren Bienen zurückzukehren (falls diese unterdessen nicht schon lange an Varroa Distructor und AF, dem Beutekäfer und ähnlichem zugrunde gegangen sind).

          Als ich nach lieber Mitfahrgelegenheit an der Schweizer Grenze endlich alleine im Zug sass, konnte ich trotz Müdigkeit nicht eindösen. Zu viele Infos und Eindrücke liess ich Revue passieren. Ich nahm mir vor, endlich regelmässig Puderzuckerdiagnosen durchzuführen, eigene Kurse in Zürich zu geben, Futterkranz Sammelproben einzuschicken, mein umgezogenes Volk sofort zurückzuholen, weil aus dem Flugradius bringen völlig unnötig ist, meine bienenleere Kiste zu sezieren und zu mikroskopieren, nochmals zu füttern und zu wiegen... oder will ich doch lieber faul sein und glückliche Bienen haben? Ich musste über die vielen lustigen Erlebnisse schmunzeln, war tief beeindruckt von den vielseitigen neuen Kontakten und dem Austausch, der in den Diskussionsgruppen, in den Pausen und an den Abenden stattgefunden hatte. Zu Hause ging ich (nun mit BK Seminardiplom) als Imkerprofi zu meinen Bienen, öffnete hinten um zu füttern und wurde in der ersten Sekunde 3fach in den Arm gestochen. Das tat weh... und machte gute Laune! Ich freue mich aufs nächste Treffen mit euch! Weiter so mit eurem Engagement!
          (PS: In der Nacht kam eines der stärksten Gewitter dieses Sommers und ich konnte trotz angeschwollenem Unterarm beruhigt schlafen.)
          • Liebe Bindi,

            was für ein großartiger, witziger Bericht über ein unglaubliches Seminar! Ganz herzlichen Dank dafür laugh

              Bienen machen glücklich!
            • Hallo Bindi
              danke für dein "Schwärmen" von unserem Bienenkisten-seminar
              JA so abwechselungsreich war es!
              • Liebe Bindi,

                so laut habe ich die ganze Woche noch nicht gelacht.

                Gruß, Gunnar