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  • Corinna hat bei ihrer Vorstellung im Forum gefragt, ob man Mitgleid im Imkerverein sein muss. Ob man Vereinsmitglied werden möchte oder nicht, die Vernetzung mit anderen Imkern ist für uns wichtig. Ich nehme also ihre Frage zum Anlass diese Diskussion zu öffnen. Auch wenn der Rubrikname mir nicht so gut gefällt ("Probleme") scheint das Thema hier gut zu passen. Zuerst Erhards Anwort auf Corinnas Frage als Zitat...

    emk schrieb am 28.05.2013, 09:12
    Du musst nicht gleich in einen Imkerverein eintreten. Du musst Deine Bienenhaltung aber bei der Veterinärbehörde melden. Und es ist gut, Kontakt zu den Imkern in der Region zu knüpfen. Von irgendwoher musst Du ja die Bienen bekommen. Das ist in der Regel ein Imker aus der Nachbarschaft. Und es ist wichtig, dass man bei Fragen und Problemen Ansprechpartner vor Ort hat. Die Imkervereine freuen sich i.d.R. über Gäste. Man kann einfach zu den Versammlungen gehen, ohne gleich Mitglied zu werden.

    Die meisten Imker haben die Imkerei direkt von einem Imker gelernt (statt aus einem Buch oder "Learning-By-Doing"). Anfänger die sich für die [Bienenkiste/Warré/Top-Bar Hive/eine andere Magazin-Beute als im Verein üblich ist] werden manchmal skeptisch begegnet. Die Ziele sind halt anders und erst wenn alle Parteien das einigermaßen verstehen und akzeptieren kann die Zusammenarbeit usw. meiner Meinung nach gut laufen.

    Als Beispiel: das erste was man als Jungimker lernt/hört: man soll mit mindestens 2 Völker anfangen. Das hat klar Vorteile: falls das eine Volk eingeht hat man noch eins, man kann die Entwicklung gut vergleichen usw. Und was spreche dagegen? denkt der traditionelle Imker, Du wirst sowieso auf mindestens 6 Völker aufbauen wollen. Und so weiter. smiley

    -Kevin
    [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 6 Jahren, 9 Monaten geändert.]
      Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
    • Ich bin im letzten Jahr gleich in den örtlichen Imkerverein eingetreten, nachdem die Bienenkiste da war. Alleine schon wegen Versicherung, Anmeldung, Bienenvolk, ... Gibt immer auch mal wieder regionale Infos beim Stammtisch. Natürlich bin ich der "bunte Ochse" im Verein, aber damit kann ich ganz gut leben.

      Mit dem Bienenvolk hätte ich lange warten können. Die brauchten die Imker im letzten Jahr alle selber (weil ihnen so viele im Winter weggestorben waren). Andererseits habe ich zu einem Stammtischtreffen mal die (noch leere) Bienenkiste mitgenommen - was da für Geschichten kamen ... Die einen hatten schon mal Warré, die anderen als Jugendliche irgendwelche Kisten gebastelt und damit Erfahrungen, andere erzählten von Stülpen - und ich dache: Schau an ...

      Besonders liebe ich die Freiheit als BKler. Beim einem Treffen saß da auch ein Anfänger neben seinem Imkerpaten. Das sah so aus, als hätte er nichts zu sagen in der Runde, während ich frech drauflos fragen kann, wenn die Wortführer beginnen, sich im Imkerdeutsch zu unterhalten. Bin ja der "bunte Ochse". [Hinweis: michel hat den Beitrag zuletzt am vor 6 Jahren, 9 Monaten geändert.]
        Andreas-Michael Petersen • Haselau | Stockkarte
      • na da hast Du ja eigentlich einen recht aufgeschlossenen Verein gefunden.
        Man muss allerdings nicht eintreten, die Anmeldung beim Veterinäramt reicht, wie schon geschrieben wurde
        Hier wurden vor einigen Jahren Neuimkerkurse angeboten(mangels Nachfrage eingestellt). Mit dem Slogan Landeszuschuss bei Neuimkern wurde massiv für den Eintritt in den Verein geworben. Dann noch das Thema Versicherung, dass so behandelt wurde, als würde man sich mit einem Bienenvolk quasi fliegende Kampfhunde zulegen, die es nur darauf anlegen den klagewilligen Mitmenschen zu stechen.(Evtl eher ein Problem in Ballungsräumen)
        .....ich vertraue im Zweifelsfall auf meine reguläre Haftpflicht, da eine explizite Tierhalterhaftpflichtversicherung für Bienen ausserhalb der Vereine nicht angeboten wird bzw wurde.
        Vorteile hat der Verein, wenn es um die Beschaffung der Varroabekämpfungsmittel insbesondere Oxalsäure geht. Da machen die Sammelbestellungen in der Regel schon Sinn.
        Bemerkenswert ist auch, dass die alten bis ganz alten Imker der Bienenkiste neutral bis wohlwollend gegenüberstehen, da sie sich an frühere Zeiten erinnern, in denen ein Schwarm auf dem Land ganz normal war und nicht unter die Kategorie "GAU" fiel.
        Eine Jungimkerin mit der ich Kontakt hatte, lies dagegen nichts unversucht(inkl verbaler Entgleisung) um mich davon zu überzeugen doch vernünftig zu imkern, dabei kannte sie die Bienenkiste gar nicht. Man sollte auf jeden Fall versuchen ob mit Verein oder Ohne mit weiteren Bienenhaltern in Kontakt zu treten und im "betriebsweiseneutralen" Dialog zu bleiben.
        Gaby
        • Also ich fühl mich wohl in unserem Verein. Man kann ja gar nicht genug lernen und auch wenn ich der bunte Hund bin, ich bin eher leise, weil ich ja noch wenig praktische Erfahrung habe. Anfangs haben manche etwas (wussten nicht, dass ich die Binenkistlerin bin) "gelästert", aber das hat sich inzwischen gegeben, ein paar verfolgen gespannt wie es mir geht.

          Mitgliedschaft bringt die Vorteile der Haftpflicht für einen günstigen Preis und auch, dass die Vereine bemüht sind, Anfängern Völker zukommen zu lassen. Sie wollen ja mehr Jungimker haben. Privat eine Haftpflicht für Bienen zu machen, ist jedenfalls teurer und die allgemeine private Haftpflicht enthält keine Bienenhaltung von sich aus. Seit letztes Jahr bei uns ein Jogger einen Imker erfolgreich verklagt hat, sind wir da sehr vorsichtig.

          Ich kann die Vereinsmitgliedschaft nur empfehlen, Vernetzung ist was gutes und anderes wird ohnehin immer und überall erst mal skeptisch beäugt, bei Haltbarkeit aber meist auch akzeptiert und findet vielleicht auch den ein- oder anderen Nachahmer. [Hinweis: earthship hat den Beitrag zuletzt am vor 6 Jahren, 8 Monaten geändert.]
          • Ich kann die Vereinsmitgliedschaft nur empfehlen, Vernetzung ist was gutes und anderes wird ohnehin immer und überall erst mal skeptisch beäugt, bei Haltbarkeit aber meist auch akzeptiert und findet vielleicht auch den ein- oder anderen Nachahmer.

            Kann ich nur zustimmen. Bei uns in Bremen ist es ähnlich. Man wird merkwürdig beäugt, aber der eine oder andere (gerade von den Altimkern) ist der Bienenkiste bzw. ihrer Arbeitsweise nicht völlig abgeneigt.

            Eine Vernetzung zum Erfahrungsaustausch kann nur gut sein und die Vielfalt von Haltungsmethoden ist in meinen Augen durchaus etwas Positives, auch wenn es doch immer wieder gerne als etwas ungewolltes dargestellt wird ("imkere mit dem Maß deiner Region, dass erspart dir Ärger", hat man mir gesagt), bietet es doch aber immer wieder Anhaltspunkte die eigenen Erfahrungen zu überprüfen und Neues zu lernen.

            Die Bienen machen es uns vor, nur gemeinsam kommt man voran!
              Andreas K. - Bremen - ehemaliger Bienenkistler, imkere mittlerweile mit Dadant.
              __________________________
            • Also, ich hab mich auch im Verein angemeldet und bisher nur Vorteile gehabt:
              - schönen Naturschwarm (kostenlos) bekommen
              - praktische Unterstützung z.B. beim Einquartieren des Schwarms und wahrscheinlich auch, wenn vielleicht mal ein neuer Schwarm eingefangen werden muss
              - bisher alle freundlich und aufgeschlossen
              - man kann sich Vorträge etc. anschauen, lernt bei den Treffen immer dazu
              - bei uns kostengünstig (16€/Jahr), Versicherung etc. inkl.
              • Mir geht es auch so: Der Leiter meines Imker-Kurses ist Anti-Bienenkiste und gleichzeitig Vereins-Vorsitzender. Da dachte ich zuerst, dass dieses "Netzwerk" wohl eher nicht viel bringt.
                Nach dem letzten Kurzs-Termin bin ich dann interessehalber mit zum Stammtisch gegangen. Was will ich sagen, es gibt dort auch Leute, die ein paar Farbtupfer in der ansonsten recht eintönigen Vereins-Beutenlandschaft ganz gut finden. Das ist ja das gute an Vereinen: Es gibt mehrere Mitglieder und man kann sich aussuchen, an wen man sich hält. Es haben vermutlich selten alle die gleiche Meinung.
                Wichtig ist allerdings, dass man sich mit der Bienenkiste und Bienenhaltung schon soweit auseinandergesetzt hat, dass man Meinungen oder Vorurteile Anderer von Wissen unterscheiden kann und sich davon im Zweifelsfall nicht unnötig irritieren lässt.

                Der größte Vorteil, den ich mir von einer Mitgliedschaft erwarte, ist neben dem zwischenmenschlichen Austausch die Sammelbestellung der Säuren für die Varroa-Behandlung. Es war hier nämlich gar nicht so einfach, AS 60% ad us vet zu bekommen. Sämtlich Apotheken, in denen ich war hatten die nicht lieferbar usw.
                Die Haftpflicht-Versicherung spielt für mich keine Rolle; ich habe sowieso schon eine, bei der Bienen unter Haustierhaltung (gleichzeitig mit Katzen und Kaninchen) standardmäßig dabei sind. Ausgeschlossen sind nur Pferde und Hunde. [Hinweis: Ursula hat den Beitrag zuletzt am vor 6 Jahren, 6 Monaten geändert.]
                • Bei meinem Verein ist "man" auch ganz vehement gegen diesen Unfug Bienenkiste, macht sich darüber lustig und propagiert gleichzeitig seine hervorragenden Erfahrungen damit, die Bienen und vor allem das Brutnest in Ruhe, ihnen die Drohnen und größere Mengen Honigs zu lassen, Wildbau und Schwärmen zu dulden usw. - ich sitze dann dabei und habe meine stille Freude smiley

                  Die Vorsitzende weiß offiziell von meiner abtrünnigen Betriebsweise und hat mir trotzdem einen Schwarm besorgt. Ansonsten thematisiere ich die Kiste nicht weiter und die Altimker geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen voll Begeisterung an mich Anfänger weiter. Manchmal fragt einer nach meinem Beutenmaß und ich sage "Einraum", was kommentarlos hingenommen wird und offenbar nicht so ein Rotes Tuch ist wie "Bienenkiste".

                  Dafür ist die Atmosphäre entspannt und freundschaftlich und ich kriege sogar dauernd Honig zum Probieren geschenkt.
                    Bienen machen glücklich!
                  • Hallo zusammen,
                    ich fange dieses Jahr erst mit der Bienenhaltung und der Bienenkiste an. Ich habe mich aus Überzeugung für die Bienenkiste entschieden.
                    Leider muss auch ich feststellen, dass von "normalen" Imkern einem eine gewisse Skepsis entgegen gebracht wird. Die harmlosesten Äußerungen waren bisher "Irgendwann landest du doch bei den herkömmlichen Beuten".
                    Der gröbste Unfug, der mir gegenüber bisher entgegengebracht wurde lautete:
                    "Aus der Sicht des Bienensachverständigen müssten diese KISTEN verboten werden!!! Hier findest Du keine Königin und kannst auch die Brut nicht kontrollieren. Spinnerei von Ökos, die keine Ahnung haben und gefährlich noch dazu.
                    Bienen halten heißt auch dafür Arbeiten und Verantwortung zu übernehmen und nicht einfach Bienen in eine Kiste setzen und sie mehr oder weniger sich selbst zu überlassen.
                    Verbrenn das DING!!!!"
                    Wenn man dann aber weiter nachfragt, kennen diese Skeptiker die Bienenkiste nur aus der Theorie, haben sie sich in der Praxis noch nie angeschaut.

                    • Der Kontrollwahn und die direkt daraus folgende ungehemmte Eingriffswut sind zum Standard erklärt worden^^
                      Und das Dogma wird vehement verteidigt.

                      Aber es gibt natürlich auch freiere Geister, die sich das Ganze interessiert angucken.
                      Du hast schon recht; die die noch nie eine Bienenkiste sahen,
                      kann man dann mal freundlich auffordern, die Wissenslücke zu schließen smiley

                      Ich weise immer drauf hin, dass erfahrene Imker jetzt bereits seit mehreren Jahren Bienen erfolgreich in der Kiste halten-
                      und die Bienen selbstverständlich gegen Varroa behandelt werden.
                        sapere aude
                      • Diese Seite spricht genau diese Zielgruppe (Imkervereine usw.) an:
                        Besondere Zielgruppen: Erfahrene Imker und Imkervereine

                        -K
                          Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                        • Juergen1960 schrieb am 18.03.2014, 22:36
                          "Aus der Sicht des Bienensachverständigen müssten diese KISTEN verboten werden!"
                          Das ist definitiv falsch. Guido Eich, der Bienensachverständige in ganz Deutschland ausbildet, widerspricht dem ganz deutlich und wirbt sogar in seinen Vorträgen für die Bienenkiste. Auch der Bremer Veterinär und Autor von zahlreichen Büchern über Bienengesundheit, Friedrich Pohl schreibt:
                          Die Beurteilung der Einfachbeute „Bienenkiste“ aus Sicht der amtlichen Veterinärüberwachung:
                          Mit der Bienenhaltung in der Einfachbeute „Bienenkiste“ können alle gesetzlichen Anforderungen (siehe
                          Bienenseuchen-Verordnung) erfüllt werden:
                          -Bekämpfung der Varroose
                          -Kontrollierbarkeit des Volkes/der Waben auf Symptome der AFB
                          -Sanierung der AFB über Kunstschwarmbildung , Desinfektion der Beute
                            Erhard Maria Klein - Hamburg
                          • Servus,
                            also mir geht es eigentlich ganz ähnlich hier unten im Allgäu.
                            Ich habe mit zwei Imkervereinen telefoniert um mich interessiert zu zeigen und um nach einer Möglichkeit eines Schwarms zu fragen.
                            Die eine Vorsitzende flippte völlig aus, was ich denn mit dem "scheissdreck" wolle, ob ich einen auf Demeter machen wolle, so ein Quatsch mit dem neumodischen Kram.
                            Ich war dann so frei und frage sie einfach, ob sie überhaupt wisse was eine Bienenkiste sei, nach einer kurzen Pause musste sie dann einsehen, dass sie gar keinen Plan hat. Für mich war aber dieser Verein schon gestorben.

                            Dann hab ich hier einen kleinen Imkerei-Vertriebs-Handel-Züchter-was weiss ich, der wollte mich auch erstmal von Zander bekehren, alles andere sei Nonsens, der war bei mir auch gleich durch. Tja jedenfalls, da ich eh kein Freund von Vereinsmeierei bin, werde ich mich einfach an meinen Imker-Paten halten, der mir mit Rat und Tat zur Seite steht, über 40 Jahre Erfahrung mitbringt, von Beruf Tierarzt war und dem Thema BK sehr aufgeschlossen gegenüber steht-und damit ist gut. Auf muffelige, engstirnige und planlose nicht über den Zander-Rand blickende Vereine lege ich keinen gesteigerten Wert.
                            • Ich war dann so frei und frage sie einfach, ob sie überhaupt wisse was eine Bienenkiste sei, nach einer kurzen Pause musste sie dann einsehen, dass sie gar keinen Plan hat. Für mich war aber dieser Verein schon gestorben.

                              Mhm... vielleicht wäre das ja ne Möglichkeit gewesen mit der Dame über Alternativen zu reden und für andere Möglichkeiten zu werben. Immerhin hat sie etwas gestutzt. Aber wenn sie auch nach der Erklärung noch intolerant war... tja, ich habs auch nicht mit der Vereins-Biertrinken-Tratsch-Meierei. Eine Möglichkeit an Schwärme zu kommen stellen die Vereine ja doch dar.

                              Viel Erfolg, und herzlich wilkommen hier.

                              LG Frank
                                "Die Bienen haben das Sagen, ich habe das Tun!"
                                Karla Wallner, Mecklenburg
                              • Servus Frank,
                                es war nicht nur die Engstirrnigkeit dieser Vorsitzenden sondern auch noch Ihre Art und Weise, was mich abschreckte. Einen Schwarm werde ich schon bekommen, ich bin da positiv gestimmt.

                                Es ist allerdings wirklich schade mit wieviel Argwohn einem so mancher Imker entgegentritt. Aber dank der Mitglieder-Karte hier im Forum, habe ich schon ein paar nette Locals kennengelernt, die mir auch Ihre Unterstützung zugesichert haben. Vielen Dank hierfür.

                                Allen noch ein frohes Osterfest wink

                                Tom
                                • frankthebee schrieb am 20.04.2014, 19:46
                                  Eine Möglichkeit an Schwärme zu kommen stellen die Vereine ja doch dar.

                                  ... und auch die Säuren kannst du über die Vereine günstig und in den richtigen Mengen bekommen sowie oftmals auch kostenlose Anfängersets (wenn man eine Bienenzeitschrift über einen Verein erstmalig bestellt). Außerdem bist du über den Verein gegen alle Schäden an den und durch die Bienen versichert (mehrere Millionen bei schweren Personenschäden).

                                  Ich habe außerdem schon viel Unterstützung und guten Rat von Vereinsmitgliedern bekommen, die ich sonst nicht kennen gelernt hätte. Das Gros der - vereinsmeiernden - Uraltimker und die Vorsitzende sind natürlich nicht mehr zu bekehren. Trotzdem halte ich die Vereinszugehörigkeit für nützlich.

                                  Nach dem Prinzip "steter Tropfen höhlt den Stein" habe ich auch schon einige Mitglieder und jüngere Kursreferenten (durch einen Vortrag) soweit für die Bienenkiste interessieren können, dass sie mich nicht mehr als "Tierquäler" und die Kiste als "Varroaschleuder" ansehen, sondern als durchaus mögliche Alternative zur herkömmlichen Imkerei.

                                  Ich halte nichts von "Gegeneinander" und der Verhärtung der Fronten zwischen konventionellen und Bienenkistenimkern. Man muss am Ball bleiben und aufklären, wenn man Neues unter die Leute bringen will smiley [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 5 Jahren, 10 Monaten geändert.]
                                    Bienen machen glücklich!
                                  • Hallo zusammen,

                                    der letzte Beitrag in dieser Rubrik ist schon ein bisschen her, trotzdem würde ich gerne auch kurz etwas dazu schreiben, da ich dieses Jahr als Neuling angefangen habe.
                                    Gleichzeitig nehme ich das zum Anlass, mich kurz vorzustellen, da dies mein erster Beitrag ist. (bei Bedarf gerne verschieben)

                                    Vorweg:
                                    Ich habe mit einer Bienenkiste angefangen, welche ich kurz nach den ersten Reinigungsflügen dieses Jahr erhalten habe.
                                    Mit einer zweiten besetzten BK wurde ich gefragt, ob ich eine besetzte Zanderbeute erhalten möchte. Die gabs quasi fast umsonst dazu.
                                    Nachdem ich gelesen habe, dass man auch in Magazinbeuten "einfach" imkern kann habe ich mich darauf eingelassen.

                                    Zurzeit lese ich das erste Bienenkistenbuch und Dr. Liebigs "einfach imkern".

                                    Zuerst hatte ich ("so wie es sich gehört") die Zander-Beute mit Absperrgitter, habe es jetzt aber (nachdem ich mich informiert habe) rausgeschmissen.
                                    - Braucht man nicht, Honigdruck treibt die Königin nach unten.
                                    - Anscheinend nur Nachteile, wenn man nicht züchten möchte.
                                    - Königin bewegt sich gerne überall, auch ohne zu stiften.

                                    ... vielleicht wäre das eine Rubrik im Forum wert: Wesensgemäßes Imkern in der Magazin-Beute??

                                    Noch kurz, worum es mir geht:
                                    Es geht mir in erster Linie um den ökologischen Nutzen und um die Bienen an sich, Honig ist für mich ein erfreuliches Nebenprodukt.
                                    Ich habe noch nicht lange Bienen, mein Blickwinkel auf die Natur hat sich aber schon erstaunlich verändert.
                                    Die Königin soll nicht markiert, gezüchtet und per Post verschickt werden, nicht am Wandern durch den Stock gehindert oder gar beschnitten werden.
                                    Darüber hinaus soll das Volk schwärmen dürfen, Behandeln möchte ich gerne "biologisch".
                                    Rumschleppen möchte ich meine Beute auch nicht - wir haben viel Platz und die Beuten sollen hier stehen bleiben.

                                    Was ich so im Internet über das konventionelle Imkern lese schreckt mich eher ab.

                                    Soweit meine Wunschvorstellung.
                                    Ich habe aber schon von einem Imkernachbarn gehört, dass ich auch früher oder später meiner Königin die Flügel abschneiden werde.
                                    Aber mir wurde auch gesagt, dass ich in einen Schützenverein eintrete, wenn ich aufs Land ziehe.
                                    Wir werden sehen...

                                    HIlfe würde ich mir gerne bei einer Mellifera-Regionalgruppe suchen, die sind aber min. 150 Km weit weg.
                                    Ich wohne im südlichen Emsland

                                    Also habe ich mich dazu entschlossen, mich einem Imkerverein anzuschließen.

                                    Versichert sind meine Bienen, darüber hinaus trennen meine Bienen und dem nächsten öffentlich zugänglichem Weg / Grundstück ca. 60 Meter.
                                    Vandalismus und klagen sollten also nicht zu erwarten sein.

                                    Gerade bei der Varroa-Behandlung möchte ich aber gerne Hilfe in Anspruch nehmen.
                                    (bei uns in der Region gab es über den Winter 50 % Ausfall)

                                    Die wesensgemäße Haltung macht zwar angeblich resistenter, die Behandlung aber nicht entbehrlicher, richtig?

                                    Als BK-"Imker" wird man bei den Vereinen aber nicht gerade mit offenen Armen empfangen.

                                    Nichtsdestotrotz bin ich auf der Such nach einem Verein. Mal sehen, ob ich einen finde....
                                    Allerdings habe ich keine Lust, mich ständig zu rechtfertigen. Ich denke damit, dass die BK ein guter Weg für den Einstieg ist, sollte jeder konventionelle Imker aber gut leben können.

                                    Ob ich danach mit BK weitermache, mit der Einraumbeute oder Zander wird sich zeigen. Im Moment tendiere ich dazu, um eine Einraumbeute zu erweitern.

                                    Ich weiß, dass konservative Ansichten es schwer mit Neuem haben.
                                    Das weiß ich als Städter in der Provinz.

                                    Wichtig finde ich den letzten Beitrag von Jutta (DAnke)
                                    Man sollte im Dialog bleiben - auch mit denen, die andere Beutesysteme für Unsinn halten... diejenigen gibt es ja schließlich bei allem, was "anders" ist

                                    Soweit mein Einstand hier.

                                    Alles Gute für Euch und bis bald mal...

                                    Dennis

                                    P.S. Wenn jemand für mich einen Tipp für Mellifera-Arbeit und Austausch im südlichen Emsland (PLZ 48480) hat gerne Info an mich. DAnke!