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  • Hallo zusammen,

    ich habe mir letztes Jahr eine Bienenkiste vom Bienen-Seb besorgt, leider hatte ich letztes Jahr kein Glück mit einem Schwarm. Jetzt wird es wohl im Mai für mich losgehen und da habe ich mir überlegt (aufgrund der Hanglage unseres Grundstücks), dass ich die Bienenkiste aufbocke und mit einer fast mittig angebrachten Drehachse (Besenstiel) im Bock dann um sich selbst drehen kann. Gehalten wird die Bienenkiste dann einfach durch den Bock oben und ein Brett wo sie normalerweise draufsteht (siehe Bilder im Normalzustand).

    Vielleicht interessant für den Einen oder Anderen.

    Der Bock hat mich ca. 15 EUR Baumarktholz (10er Pack 2m Kantholz) gekostet und ein paar Stunden Experimentieren beim Zusammenbau.

    Beste Grüße aus Landshut,
    garbeam
    • Bist du sicher, dass die Konstruktion 70 kg aushält?
      • dagoduck schrieb am 22.04.2016, 09:45
        Bist du sicher, dass die Konstruktion 70 kg aushält?

        Ich habe den Bock bereits mit 5 x 25kg Verlegezement-Säcken belastet und es hat sich nichts geregt, deshalb ja das Design mit den ganzen Dreiecken. Auch die Anbringung der Drehstange dürfte bei der Auflagefläche und Verankerung mit der Bienenkiste locker 100 kg Belastung aushalten.
        • Hallo Garbeam,

          Den Ständer hier hat mir mein Vater gebaut.- Ebenfalls Hanglage. Die Stahlstulpen wurden erst mit der Konstruktion platziert, dann eingeschlagen (dazwischen Lage kontrolliert).
          Die Aufhängung ist ungefähr 1/3 zu 2/3 vorne, im Umgedrehten zustand dient das vordere Querbrett als Auflage, im Normalzustand das Hintere unter der Kiste (Ein falsches umdrehen ist ausgeschlossen!).
          Beachte, dass Du von rechts und links für Kontrolle und Arbeiten möglichst einfach zugreifen können solltest Weiselkontrolle.
          Die Aufhängung nach oben Offen zum ausheben/wiegen. Die Drehlager wurden durch eine Schelle verstärkt -kleinerer Reibungswiederstand - Holz wird nicht durchgefitschelt.
          -Ich bin Hochzufrieden mit dieser Konstruktion! Ich bin selbst durch unterschiedliche Bilder von anderen BKs zu diesem Design gekommen (Vermischung von zwei anderen Ständern).

          (Ständer für zwei Bks)

          [Hinweis: hardy hat den Beitrag zuletzt am vor 3 Jahren, 11 Monaten geändert.]
          • Hallo Garbeam,
            die Konstruktion schaut recht pfiffig aus. Ich denke mit der Dreieckskonstruktion hast du recht, doch als alter Maschinenbauer trau ich der Holzachse (die auch noch recht weit von der Kiste auskragt) nicht über den Weg. Ich würde ein altes Wasserrohr verwenden.
            Grüße
              Marcus Werner, Bezirksimkerverein Wangen, http://www.imker-wangen.de/
              1xBK, 1xWarré, 1x ERB
            • hardy schrieb am 22.04.2016, 12:00
              Hallo Garbeam,

              Den Ständer hier hat mir mein Vater gebaut.- Ebenfalls Hanglage. Die Stahlstulpen wurden erst mit der Konstruktion platziert, dann eingeschlagen (dazwischen Lage kontrolliert).
              Die Aufhängung ist ungefähr 1/3 zu 2/3 vorne, im Umgedrehten zustand dient das vordere Querbrett als Auflage, im Normalzustand das Hintere unter der Kiste (Ein falsches umdrehen ist ausgeschlossen!).
              Beachte, dass Du von rechts und links für Kontrolle und Arbeiten möglichst einfach zugreifen können solltest Weiselkontrolle.
              Die Aufhängung nach oben Offen zum ausheben/wiegen. Die Drehlager wurden durch eine Schelle verstärkt -kleinerer Reibungswiederstand - Holz wird nicht durchgefitschelt.
              -Ich bin Hochzufrieden mit dieser Konstruktion! Ich bin selbst durch unterschiedliche Bilder von anderen BKs zu diesem Design gekommen (Vermischung von zwei anderen Ständern).

              (Ständer für zwei Bks)


              Deine Konstruktion gefällt mir. Allerdings erscheint mir die Aufhängung in Deinem Fall immer belastet zu sein, oder? Zwar nicht mit dem vollem Gewicht der Kiste (siehe Auflage hinten), aber durch Anbringung vorn mind. um etwa 50% des Gewichts.

              In meiner Konstruktion ist die Drehachse nur im "Wartungsmodus" unter Last, im Normalmodus hat sie etwas Spielraum. Die Drehlager probiere ich erstmal ohne Schellen (hatte ursprünglich vor, Metallscharniere zu verwenden).

              Den Zugang von den Seiten habe ich bei meiner Konstruktion auch beachtet, allerdings durch die Standortwahl habe ich auf einer Seite einige Limits (ca. 40cm Operationsbreite). Die andere Seite und die Rückseite ist dafür voll zugänglich.

              Die Oberkonstruktion in meinem Fall habe ich noch für das Wiegen der Kiste vorgesehen.
              • Dogbone schrieb am 22.04.2016, 12:34
                Hallo Garbeam,
                die Konstruktion schaut recht pfiffig aus. Ich denke mit der Dreieckskonstruktion hast du recht, doch als alter Maschinenbauer trau ich der Holzachse (die auch noch recht weit von der Kiste auskragt) nicht über den Weg. Ich würde ein altes Wasserrohr verwenden.
                Grüße

                Das war auch ein Bedenken von mir, allerdings handelt es sich um einen Hartholzstiel mit etwa 3,5cm Durchmesser, der über die ganze Breite von ca. 90cm am Stück verbaut ist und an der Bienenkiste noch speziell mit einer Auflageunterkonstruktion befestigt ist.

                Da der Stiel nur im Wartungsmodus unter Last ist, gehe ich davon aus, dass er einige Zeit halten müsste. Zumindest hat er nicht gemuckt wenn ich die Kiste "schweben" lasse und mich noch zusätzlich an die Kiste von unten kurz rangehangen habe (ca. Leergewicht + 80kg, also ca. 110kg).

                Ich werde berichten wie es läuft wink
                • Hallo Garbeam,

                  das kann nicht Dein Ernst sein. Ich glaub´ Dir ja, dass die Konstruktion 125 kg aushält, wenn Du sie schön gleichmäßig drauflegst, aber im richtigen Einsatz ist Deine Dachlattenkonstruktion ein Witz. Deine BK sind keine aufeinandergestapelten Zementsäcke. Du willst Sie ja an der Aufhängung rumschwenken, und dass zig mal. Das machen Deine Einfachverschraubungen nie mit. Außerdem wird das alles außeinanderfallen, sobald nur eins der dürren Beinchen etwas im Rasen versinkt. Ganz zu schweigen von Wind, Regen, Schnee. Alle Verbindungen sind ja nur einfach verschraubt und somit Gelenke. Wenn nur eine Verbindung versagt, klappt alles zusammen. O weh.

                  Das Teil insgesamt muß so fest sein, dass man mit aufgehängter BK es durch festes Rütteln nicht umkippen kann. Was nach einen Winter passiert, mag ich mir gar nicht vorstellen, obwohl ich nicht glaube, dass das Gerüst überhaupt den Herbst erlebt. 80 kg Bienenkiste drauf und jeder 6-Klässler schießt mit seiner Lederpille dem Ding die Beine weg.

                  Kauf´ Dir richtige Einschlaghülsen und geh´ in die Baumarktabteilung für Pfosten, NICHT für Latten! Umso stabiler, umso besser. So wirst Du daran keine Freude haben.

                  Viele Grüße
                  Michael
                  • michfro schrieb am 22.04.2016, 14:41
                    Hallo Garbeam,

                    das kann nicht Dein Ernst sein. Ich glaub´ Dir ja, dass die Konstruktion 125 kg aushält, wenn Du sie schön gleichmäßig drauflegst, aber im richtigen Einsatz ist Deine Dachlattenkonstruktion ein Witz. Deine BK sind keine aufeinandergestapelten Zementsäcke. Du willst Sie ja an der Aufhängung rumschwenken, und dass zig mal. Das machen Deine Einfachverschraubungen nie mit. Außerdem wird das alles außeinanderfallen, sobald nur eins der dürren Beinchen etwas im Rasen versinkt. Ganz zu schweigen von Wind, Regen, Schnee. Alle Verbindungen sind ja nur einfach verschraubt und somit Gelenke. Wenn nur eine Verbindung versagt, klappt alles zusammen. O weh.

                    Das Teil insgesamt muß so fest sein, dass man mit aufgehängter BK es durch festes Rütteln nicht umkippen kann. Was nach einen Winter passiert, mag ich mir gar nicht vorstellen, obwohl ich nicht glaube, dass das Gerüst überhaupt den Herbst erlebt. 80 kg Bienenkiste drauf und jeder 6-Klässler schießt mit seiner Lederpille dem Ding die Beine weg.

                    Kauf´ Dir richtige Einschlaghülsen und geh´ in die Baumarktabteilung für Pfosten, NICHT für Latten! Umso stabiler, umso besser. So wirst Du daran keine Freude haben.

                    Viele Grüße
                    Michael

                    Wie gesagt, ich werde meine Erfahrungen berichten. Die Verschraubungen sind übrigens beidseitig, dh. an den wichtigen Stellen habe ich immer gegeneinander (von beiden Seiten) verschraubt.

                    Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Konstruktion voll ausreicht und 2 Jahre locker mitmacht wink Sofern sich irgendwo ein Schwachpunkt ergeben sollte, werde ich ihn entsprechend beheben/ausbessern. Der Untergrund ist übrigens Beton, also versinken werden die Latten nicht.

                    Und ich würde noch zu bedenken geben, dass Dachlatten ja Dachziegel tragen und so auf 2m schon normalerweise einige 100kg zusammenkommen. Zugegeben, die Kanthölzer sind nur halbe Dachlatten, aber für ne Bienenkiste um die 100kg Volllast, sollte das locker reichen. Ich habe den Bock ja nicht für die Ewigkeit konzipiert...
                    • Oweiowei,

                      wichtige Stellen sind dort, wo Du Kraft einleitest. Ich seh´ nur einseitige Verschraubungen.
                      Außen kleines Schräubchen

                      Innen ohne kleines Schräubchen


                      Das bedeutet aber nicht, dass Du mit ein paar Zusatzschrauben daraus ein stabiles Gestell zauberst. Wenn ich raten darf: Ich tippe, dass dieses Ding hier versagt, sogar bevor die Beinchen knicken.

                      Auch wenn dieser Punkt beidseitig geschraubt ist, werden die paar Gewindegänge im Fichtenholz nichts entgegenzusetzen haben, wenn ein nur ein winziges bisserl Spiel und damit Bewegung aufkommt. Im Moment ist noch alles spack zusammen und hält wie ein strammes Fachwerk. Wenn ein Stab locker wird, purzelt das auseinander. (Im übrigen passiert das immer genau dann, wenn Du gerade den Deckel der vollen BK abnimmst. Das kippt dann wie in Zeitlupe zur Seite. Dann ist mit Ausbessern und Behebn nix mehr. Ich hoffe, jemand filmt den Spaß smiley.)

                      Kleiner Tipp:
                      Ich habe den Bock ja nicht für die Ewigkeit konzipiert...
                      Man sagt ja, nix hält besser als ein Provisorium, tu aber wenigstens so, als wär´s für die halbe Ewigkeit. Ich will Dir das Teil nicht schlechter machen als es ist, aber lass es besser. Ein wenig Sicherheit solltest Du schon einrechnen. Zerleg´ das Ding und bau´ um Himmels Willen etwas Stabiles.

                      Du hast Dir wirklich Mühe gegeben, dass muß ich zugeben, aber der Wäscheständer ist doch ein Aprilscherz. Eigentlich glaub´ ich immer mehr, Du willst uns auf den Arm nehmen.

                      Viel Spaß
                      Michael
                      • Bei aller Kreativität, die ich grundsätzlich gut heiße, stimme ich Michael voll zu. Ich möchte dir ebenfalls ganz dringend empfehlen, die Bikiste mit dieser Konstuktion nicht in Betrieb zu nehmen.

                        Warum eigentlich immer so kompliziert, wenn es auch einfach geht?
                        Warum erst Fehler machen, wenn man sie von vorneherein vermeiden kann?

                        gruss bf
                          Abyssus abyssum invocat
                        • michfro schrieb am 22.04.2016, 16:14

                          Du hast Dir wirklich Mühe gegeben, dass muß ich zugeben, aber der Wäscheständer ist doch ein Aprilscherz.
                          Den Bedenken schließe ich mich in tiefer Überzeugung an. Die Latten werden an den Stellen, wo sie geschraubt sind (Spanplattenschrauben?) aufreißen und spätestens nach einem Jahr bei Wind und Wetter werden die Latten mürbe. Wenn es ein Wäscheständer wäre, der umkippt oder zusammenklappt, dann würde ich sagen "Naja, dann muss die Wäsche eben noch mal in die Maschine", aber hier geht es um Deine Bienen und, ja, wenn der Wäscheständer zusammenklappt und die Bienenkiste auf den Boden kracht, dann gibt es ein Problem. Dann reißen Waben ab, kippen um, verkleben und erdrücken die Bienen.
                          Vielleicht kannst Du Deine Konstruktion retten, indem Du sie zu etwas anderem umkonstruierst und für Deine Bienenkiste was Solides und Bewährtes wählst? Ich denke, für Deine Bienen solltest Du eine höhere Sicherheitsstufe wählen, es reicht nicht, dass es funktionieren und halten kann, sondern es muss mehrfach stabil genug sein. Du hast Verantwortung für Deine Tiere.
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                          • Ich danke Euch für das Feedback. Ich bin mir der Verantwortung bewußt und werde noch vor dem Einschlag des Schwarms einige weitere Stabilisierungsmaßnahmen hinzufügen, der Konstruktion im Wesen aber treu bleiben. Werde dann nochmal ein Foto erstellen.

                            Grundsätzlich zeigt diese Diskussion, dass die Statik von Dreiecken etwas unterschätzt wird. Es würde eine ganz andere Statik herrschen, wenn man eine Art Tisch-Design-Ansatz wählt, hier benötigt man in der Tat stärkeres Holz.

                            Meine Konstruktion kann leicht durch zusätzliche Verlattung unten längs und direkt unterhalb des Drehfalls quer nochmal deutlich stabilisiert werden, das werde ich tun. Solche Modifikationen plane ich aber auch bei Bedarf, sofern sich Instabilitäten durch Gebrauch ergeben sollten.

                            Im Prinzip habe ich eine Konstruktion erschaffen, die sowohl Wartungs- bzw. Stabilisierungsmaßnahmen an der Querstrebenaufhängung, als auch am Bock zuläßt, selbst wenn die Kiste besiedelt ist. Die Kiste muss dazu nicht wirklich bewegt werden.

                            Wie gesagt, ich werde berichten wie es läuft, kann aber alle Zweifler beruhigen, dass ich Eure Kritik beherzige und versuche zu adressieren. Mehr demnächst.
                            • garbeam schrieb am 22.04.2016, 20:33
                              Grundsätzlich zeigt diese Diskussion, dass die Statik von Dreiecken etwas unterschätzt wird.
                              Nee, es wird nicht die Statik von Dreiecken unterschätzt, sondern kritisch auf die Stabilität von Weichholzlatten und Spanplattenschrauben geschaut. Diese müssen dauerhaft den Kräften und Drehmomenten, die die bis zu 60Kg schwere Bienenkiste verursacht, sowie den Einflüssen von Wind und Wetter standhalten. Gut, dass Du Deine Konstruktion verstärken und regelmäßig kontrollieren willst. Ich würde trotzdem dringend zu einer einfachen, soliden und bewährten Lösung raten.
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