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  • Liebe Kistenimker,

    Ich habe im vergangenen Mai vier Schwärme in Bienenkisten auf meinem Wiesengrundstück aufgestellt. Es befindet sich außerhalb von Wohngebiet. Das ist entweder Landwirtschaftliches Mischgebiet oder sogar Freigelände. Nun beschweren sich die Nachbarn, da die Frau unter einer lebensbedrohlichen Bienengiftallergie leide. Seit ich davon gehört habe, versuche ich mich kooperativ zu verhalten und eine gemeinsame Lösung zu finden. Konkret beschweren sie sich über folgende Dinge:
    - Ich habe sie nicht vorher um Erlaubnis gefragt
    - Die Kisten stehen zu nah am Nachbargrundstück
    - Das Vorhandensein und Verhalten der Bienenvölker führt zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Nutzungsmöglichkeit des Grundstücks, da:
    - Die Bienen sich massenweise im Stroh aufhalten, in das die Frau immer wieder reingreifen muss (Pferdehaltung)
    - Die Bienen sich in großer Zahl auf dem Boden und in einer Hütte, in der Stroh gelagert wird, aufhalten
    - Die Bienen in Scharen von 20 Stück Leute (konkret ihre Tochter) verfolgen und an den Hosenbeinen sitzen, wenn sie in ihr Auto einsteigen wollen

    Es tut mir wirklich Leid, dass die Frau diese Allergie hat und ich kann Ängste in dem Zusammenhang gut verstehen. Ich verstehe auch, dass man dann etwas emotionaler und vielleicht unsachlicher in der Argumentation wird. Aber ich möchte doch ehrlich behandelt werden, was ich mittlerweile bezweifle.
    Anfangs ist mir ein neu eingelaufener Schwarm wieder entflogen. Die Nachbarin meinte, der würde sich unter dem Dach der Futterkammer aufhalten, da "hunderte" Bienen täglich dort ein- und aus fliegen würden. Ich habe sofort versucht, besagten Schwarm zu entfernen, da ich in Absprache mit meinem Imkerlotsen davon ausgegangen war, dass dieses untypische Verhalten vielleicht auf einen halb verhungerten Schwarm zurückzuführen sein könnte. Es gab aber keinen Schwarm. Und ich habe, bei zugegebenermaßen mäßigem bis schlechtem Flugwetter, keine einzige Biene gesehen. Unter dem Wellblechdach hätte auch kein Schwarm Platz.
    Das Problem in der Stroh-Lagerungshütte habe ich mir jetzt zwei Mal angeschaut. Die Frau behauptete, es gäbe täglich zig tote Bienen unterhalb des Fensters. Beim ersten Mal habe ich ca. 5 Bienen gesehen. Schwer zu sagen, ob es meine waren. Beim zweiten Mal, zwei Tage später, lagen 3-4 Bienen da, zwischen Mücken und anderen Insekten. Auf meine Frage hin, ob die von heute seien, antwortete sie: "Ich habe heute eigentlich sauber gemacht, also müssten die von heute sein." Die toten Bienen waren dermaßen trocken, dass sie mir fast in den Fingern zerbröselt sind und sie sind z.T. schon halb verfallen. Die waren weder von heute, noch von gestern oder aus den letzten zwei Wochen. Auch bei den vorangegangenen Besuchen auf dem Grundstück bei gutem Wetter und hoher Flugaktivität habe ich selbst noch keine Biene nebenan gesehen. Ich würde mich ja doch gerne mit eigenen Augen von der Problematik überzeugen..

    Alles in allem scheint mir das Ganze, wie gesagt, langsam unglaubwürdig.

    Die Kisten stehen tatsächlich nahe am Zaun, mit Flugrichtung um ca. 90° dazu versetzt und es befindet sich eine, grob geschätzt, 8m hohe Hecke dazwischen, die die Bienen eigentlich nach oben leiten müsste.

    Die Nachbarn verlangen, dass ich die Bienenkisten weiter weg stelle. Wir ihr wohl wisst, ist es aber mehr als schwierig, die Völker jetzt um ein paar Meter umzusiedeln. Grundsätzlich wäre ich dazu bereit, wenn ich wüsste, dass das die Nachbarn beruhigt. Es klingt, als würden sie langsam Rechtsschritte erwägen, obwohl ich versuche, ihnen entgegenzukommen. Das geht ihnen aber nicht schnell genug. Außerdem bin ich unsicher, ob sie sich damit zufrieden geben würden.


    Wie schätzt ihr die Lage ein?

    • Ist die Haltung von Bienen ortsüblich? Gibt es andere Imker in der Nähe? (Anscheinend, ja. Wo Pferde gehalten werden können, dürfte es schwierig sein, die Haltung von Bienen zu verbieten (vermute ich). Bist Du Mitglied im Imkerverein? Die könnten vielleicht helfen.

      Wer eine Insektenallergie hat, soll Handschuhe anziehen bevor sie ins Stroh greift. Die Kisten bei einer günstigen Gelegenheit zu verstellen ist nicht unmöglich und wäre schon ein großer Schritt zur Kooperation und Ruhe, denke ich, aber viel mehr wird sie nicht erwarten können, vermute ich.

      -K
        Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
      • Etwa 500m weiter ist ein Grundstück des Bienenzuchtvereins Bischmisheim, wobei ich nicht genau weiß, ob dort aktuell Bienen gehalten werden, oder ob die Beuten verschlossen sind. Im Ort gibt es definitiv Imker, draußen, wo das Grundstück liegt, weiß ich es nicht.
        Ich bin gerade dabei, Kontakt mit dem Imkerverein aufzunehmen und möchte dem auch schnellstmöglich beitreten.

        Wäre das anhaltend schlechte Flugwetter momentan eine günstige Gelegenheit? Ich konnte bisher nur die Information finden, dass man sie nur im Winter um ein paar Meter versetzen sollte.
        Ich wäre sehr dankbar für die Möglichkeit und auch sehr froh, wenn ich die Nachbarn damit beruhigen könnte.
        • https://www.parzelle94.de/2015/01/bienen-umstellen-auf-kurze-distanz-funktioniert/

          Das hier scheint mir sympathisch. Gibt es dazu Meinungen?
          • hallo Kathrin,
            ich habe den Eindruck, dass diese hysterische Person erst Ruhe geben wird, wenn die Bienen ganz verschwunden sind. Sie wird keine Ruhe geben, auch wenn du die Bienen ein paar Meter verstellst.
            Bienen haben einen Flugkreis von ca. 3000 - 5000 m, die können von Überall her zufliegen.

            Die von ihr geschilderten Sachverhalte, auch das Kind betreffend, sind im höchsten Maße abwegig und unglaubwürdig. Es ist nicht nachvollziehbar, warum Bienen sich im Stroh aufhalten sollen, dort finden sie keine Tracht.
            Im Saarland (ich wohne selbst dort) gibt es hinsichtlich Bienenhaltung keine Einschränkungen.
            Im Gegenteil: Bienenhaltung ist priviligiert und eine Zahl von wenigen Bienenstöcken sind auch in Wohngebieten erlaubt und üblich.

            Du könntest es auf den Klageweg ankommen lassen. Die Leute hätten - gerade in diesem Aussenbereich keine Chance.

            Die Frage ist, ob du dieser spinnerten Person klein bei gibst - so hättest du vermeintlich Ruhe. Oder ob du ihr die Stirn bietest, alles lässt wie es ist und mal schaust, ob mit ihrer Perdehaltung pp. alles mit rechten Dingen zugeht (Genehmigung für einen Stall liegt bei Perdehaltung in der Regel nicht vor!!!).

            gruss bf
            [Hinweis: bienenflug hat den Beitrag zuletzt am vor 4 Jahren, 1 Monat geändert.]
              Abyssus abyssum invocat
            • Hallo Kathrin,

              Nachbarschaftsstreit ist nie schön und wie sich das liest, kann es in der Tat bis zum Äußersten kommen. Die Frau handelt wohl in erster Linie aus ihrer Angst heraus, da sich wegen der Bienenkisten das Risiko eines Stichs und damit der Allergieauslösung erhöht. Wenn es dann gleich 4 Kisten auf einen Schlag sind, dann ist das schon ein Schock für die Frau. Kann man nachvollziehen, wenn ein Stich eine lebensbedrohliche Situation auslösen kann.

              Auf die Kinkerlitzchen mit dem Stroh brauchst Du gar nicht weiter eingehen und solltest da auch nicht herumdiskutieren. Die Dame wird sicherlich selber wissen, dass nicht stimmt, was sie da sagt. Die "Hunderte von Bienen im Stall" sind wahrscheinlich eh Bremsen oder Pferdefliegen....

              An Deiner Stelle würde ich das Thema offensiv angehen und versuchen, der Frau die Angst zu nehmen. Lade sie ein, gemeinsam die Bienenkisten zu besuchen (natürlich solltest Du ihr Schutzkleidung anbieten). Setzt euch mal neben das Flugloch und zeige ihr, was die Bienen so machen und vor allem, was sie nicht machen (grundlos auf Menschenjagd gehen z. B. ...). Aber vorher solltest Du selber mal schauen, wie Deine Völker drauf sind. Manche verteidigen ihr Kistenumfeld energischer als andere. Nicht dass der Schuss nach hinten losgeht.

              Und lass Dir raten, nicht auf Teufel komm raus zu versuchen, die Kisten SOFORT umzustellen. Erkläre der Dame, wie es sich mit der Orientierung der Bienen verhält und dass ein Umstellen NUR im Winter funktioniert (dass es doch andere Möglichkeiten gibt, weiß die Frau sowieso nicht). Und dann verspreche ihr, dass Du die Kisten im Winter umstellst. Platz genug wirst Du auf Deinem Grundstück ja sicherlich haben.

              Erkläre ihr auch die Situation der Bienen, wie schlecht es ihnen geht und wie sehr sie auf die Hilfe des Menschen angewiesen sind. Mitleidsschiene eben, und nicht mal unwahr! Ein Hinweis, dass die Bienen als einziges Tier sogar im BGB verankert sind, könnte den Stellenwert erhöhen. Und vor allem, dass Bienenhaltung nicht verboten ist in Deutschland und von jederman betrieben werden kann.

              Zum Schluss versprichst Du ihr noch das erste Glas Deines selbst geernteten Honigs im kommenden Jahr. ;-)

              Grundsätzlich: Auf Konfrontationskurs würde ich nicht gehen, das führt nur zu noch mehr Ärger. Wie gesagt, der Frau die Angst nehmen und bisschen die Realität vor Augen halten (Bienen können von überall herkommen!) könnten meiner Meinung nach am ehesten helfen.
              Viel Erfolg!
              Sascha
                Bienenkisten im Münchner Osten: Meine Stockkarte
              • beemuc schrieb am 02.06.2016, 16:28
                Und lass Dir raten, nicht auf Teufel komm raus zu versuchen, die Kisten SOFORT umzustellen.

                Genau. Ganz im Gegenteil. "Bei einer günstigen Gelegenheit..." -- soll zuerst nur eine "Lösungsbotschaft" sein, aber nur als unverbindliches Angebot und ohne genaue Angabe (im Laufe des Bienenjahres?) vom Zeitraum. Dann kannst Du abwarten wie das wirkt, ob es Ruhe bringt, und ob die Aufwand sich überhaupt lohnt.

                Etwa 500m weiter ist ein Grundstück des Bienenzuchtvereins Bischmisheim

                Aha. Na dann soll die Nachbarin doch das Glas Honig annehmen und sich freuen, dass Du ihr eventuell etwas Abstand von den Kisten schaffen werden könntest.

                Schöne Grüße und wir drucken die Daumen für Aufklärung.

                Kevin
                  Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                • Hallo ihr Lieben,

                  erst einmal vielen Dank für eure Kommentare und die Rückendeckung. Das tut gut. Auch wenn man sich im Recht sieht und versucht, vernünftig und sachlich mit der Lage umzugehen, beginnt so etwas mit der Zeit zu belasten.
                  Gestern Morgen, nachdem wieder ein Anruf vom Nachbar kam, voller falscher Behauptungen und mit der erneuten dringenden Bitte, die Bienen sofort umzustellen, obwohl ich abgemacht hatte, die Situation noch ein paar Tage beobachten zu dürfen, da ich ja die Ursachen für das Problem beseitigen möchte und nicht blind Aktionen machen, damit irgendetwas passiert, war ich drauf und dran auf stur zu schalten und auf meinem Recht zu beharren. Im Lauf des Tages hab ich mich dann wieder etwas beruhigt und mich noch einmal daran erinnert, was denn mein Ziel ist. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich versuchen werde, die Situation zu entschärfen, den Leuten ihre Angst so gut ich kann zu nehmen und ganz deutlich meinen Kooperationswillen zu zeigen, den sie offensichtlich nicht richtig erkannt haben. Ich würde also gerne Reife zeigen, auf die Zähne beißen und ihnen noch einen Schritt entgegenzukommen. Das wird allerdings definitiv der Letzte sein. Ich habe gestern einen 2m hohen und 6m langen Schilfrohrsichtschutz am Zaun angebracht. Dort stehen zwar schon besagte hohe Hecken, aber im unteren Bereich sind sie etwas löchrig. ich glaube zwar nicht, dass die Bienen sich freiwillig durch dieses Labyrinth winden, aber vielleicht hilft die gefühlte zusätzliche Distanz zu den Bienen ja schon gegen die eine oder andere gefühlte Bedrohung wink Da es mich nicht weiter beeinträchtigt werde ich außer dem heute Abend die Bienen um gut 10m nach hinten versetzen. Als ich den Nachbarn das vorgeschlagen habe, kam ein "Danke!!!!!" Mit 5 Ausrufezeichen und das Angebot, dass der Mann mir jederzeit dabei helfen würde, die Kisten umzustellen. Das klingt doch erst einmal nach einem Erfolg, oder?
                  Ich weiß natürlich nicht, ob sie sich im Endeffekt damit zufrieden geben werden. Ich werde mir auch danach überhaupt nichts mehr gefallen lassen. Aber ich hoffe, dass ich so noch einmal eine neue Basis geschaffen habe.
                  Wollen wir hoffen, dass die Bienen zur Neuorientierung nicht wieder das ganze Stroh durchsuchen müssen laugh

                  @ Kevin: Das mit den Handschuhen sehe ich genau so. Ich werde aber vielleicht noch etwas abwarten, bis ich ihr diesen gut gemeinten Ratschlag versuche nahe zu bringen smiley
                  In dem Zug werde ich dann vielleicht auch versuchen, de Frau auf Möglichkeiten zur Allergie-Therapie hinzuweisen. Denn schließlich ist sie ja nicht nur durch meine Bienen gefährdet.

                  @ Bienenflug: Dass der Stall wirklich nicht so stehen darf, wie er es tut, weiß ich übrigens von den Vorbesitzern wink Aber ich behalte das im Hinterkopf. Ich bleibe so lange ich kann dabei, kein intoleranter Kleinbürger zu sein. Auch wenn es einen da schon mal in den Fingern jucken kann.

                  @ Bee-Muc: Die Ideen sind toll und ich würde sie gerne annehmen, weil ich die Herangehensweise sehr begrüße. Leider sind wir hier aber schon so weit, dass die Leute für so etwas nicht mehr offen sind. Sie haben sich völlig auf ihre Forderungen versteift. Wenn das hier erledigt ist, kann ich villeicht wieder vorsichtig in die Richtung gehen.


                  Danke nochmal an euch!
                  Hoffen wir, dass das Ganze nun ein Ende findet.

                  Viele Grüße,
                  Kathrin
                  • Eine kurze amüsante Geschichte zum Thema Nachbarn

                    KÖNIGSWINTER. Dass ein Imker aus Königswinter zum Schutz für seine 20 Bienen- und Hornissenstöcke nach traditioneller imkerischer Volkskunst eine Bannmaske in seinem Garten am Drachenfels platzierte, daran dürfte an sich nichts auszusetzen sein. Dass allerdings die abstoßende Schreckensmaske, die alles Böse von seinen Bienen abhalten soll, die Gesichtszüge seiner verhassten Nachbarin trug, daran nahm jetzt auch das Königswinterer Amtsgericht Anstoß. Die von einer Künstlerin hergestellte Maske zeigte eine Frau mit Brille, im Stirnbereich windet sich eine Schlange. Durch den geöffneten Mund ist, wie bei der Verfügungsklägerin, eine Lücke im Zahngebiss zu erkennen.

                    Gestern verurteilte Amtsrichterin Hildegard Dörrstock den Imker auf Antrag der entsetzten Nachbarin dazu, derart beleidigende und ehrverletzende Aktionen zu unterlassen. Er darf nicht mehr die der Gastwirts-Gattin nachempfundene Fratze mit der Bezeichnung „de aal Funz“ zur Schau stellen oder im Internet verbreiten. Unterlassen muss der offenbar fantasiebegabte Imker auch die in diesem Zusammenhang ins Internet gestellten Erläuterungen, durch die die Frau in ihrer Ehre verletzt werde.

                    Denn in diesen Erläuterungen stellt der Imker seine Maske, in der sich die Nachbarin wiedererkennt, unter anderem als „Synonym für das giftspritzende Böse“ dar. Ebenso wurde ihm verboten zu behaupten, seine Nachbarin „sei krank im Kopf“. Sollte er sich nicht an die Verbote halten, kann es teuer werden. Dann drohen ihm bis zu 250 000 Euro Ordnungsgeld oder bis zu sechs Monate Ordnungshaft.

                    Schon seit 2002 ist das Nachbarschaftsverhältnis zwischen dem Imker und dem Gastwirts-Ehepaar getrübt. Der Grund: Die 100 Meter Luftlinie entfernt wohnende Wirtin hatte die Abschaffung der Bienenstöcke gefordert, da sie unter einer Bienenallergie leide, und die Bienen außerdem geschäftschädigend für ihre Gaststätte seien. Als sich nichts änderte, zeigte sie ihn beim Ordnungsamt an.

                    „Die Frau ist doch krank im Kopf“, soll der Imker daraufhin gegenüber seinen Imkerkollegen geäußert haben. Und Anfang 2004 krönte er seine Antipathie dann mit der Schreckensmaske, um seine Bienen und Hornissen zu schützen. Sein Kommentar: „Das Böse soll mit dem Bösen bekämpft werden, um Unbill, Diebe sowie neidische Nachbarn von den Bienenstöcken fern zu halten.“

                    Damit jedoch nicht genug: Auf Anfrage eines Textilunternehmens soll der Imker kürzlich sogar beabsichtigt haben, die Bannmaske auf einem T-Shirt abzubilden, um sie an Drachenfelsbesucher zu verkaufen. Daraus dürfte nun wohl nichts mehr werden. (Az: Königswinter 3 C 89 / 03)
                    – Quelle: http://www.rundschau-online.de/10982480 ©2016
                      Abyssus abyssum invocat
                    • Das muss am Klima hier bei uns liegen... hier ist die nächste Nachbarschaftsgeschichte:

                      24.09.2016 Troisdorf. Für einen Rentner aus Troisdorf sind die Bienen der benachbarten Hobby-Imkerin ein ständiges Ärgernis. Ein Fall fürs Amtsgericht.

                      Summ, summ, summ – Bienchen summ herum. Das Kinderlied gehört ins kollektive Bewusstsein und ist der Beweis, dass die Biene in der Gefühlswelt der Menschen positiv besetzt ist. Denn das niedliche, pelzige Wesen erledigt eine wichtige Arbeit. Es bestäubt Blüten und ist damit gewissermaßen Erzeuger von Äpfeln, Birnen, Pflaumen. Und es produziert den süßen Honig – das einzige Lebensmittel ohne Verfallsdatum. Stechen tut die Biene höchstens mal aus Notwehr. Sie ist also ein rundherum angenehmes Tierchen.

                      Ein Rentner aus Troisdorf sieht das allerdings ganz anders. Für ihn sind die Bienen der benachbarten Hobby-Imkerin ein ständiges Ärgernis. Am Freitag eskalierte der Fall bis vor das Amtsgericht Siegburg. Dort kritisierte der Mann den unerträglichen Fluglärm der Tierchen und deren regen Tiefflug über seinem Grundstück. Fluglärm kennen die Rechtsrheiner vom Flughafen Köln-Bonn und Flugplatz Hangelar. Jetzt also auch noch Troisdorf.

                      Es stimmt, dass die lärmenden Bienen der Nachbarin selten allein unterwegs sind. Und das summ-iert (!) sich. Gut 300.000 Individuen können gefühlt schon ein paar Dezibel erzeugen. Wie der vereidigte Sachverständige beim Ortstermin allerdings feststellte, würden die Grenzwerte der Immissionsschutzverordnung dort nicht angepiekst. Ein Lärmbelästigung durch die friedlichen Kärntner Bienen, die besonders für Wohngebiete empfohlen seien, schloss er definitiv aus. Das Urteil wird nachgereicht, aber es sieht alles danach aus: Summa summarum dürfen die Bienen weiterfliegen. (Jörg Manhold)

                      http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/sieg-und-rhein/troisdorf/Bienenl%C3%A4rm-als-%C3%84rgernis-article3366571.html
                        Bienen machen glücklich!