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  • Hallo Mitbienenhaber,

    meine klitzekleine Gewissensfrage formuliere ich deswegen, weil ich aus dem Infobrief vom Fachzentrum für Bienenkunde Rheinlandpfalz dazu motiviert wurde, einen Antrag zu stellen, zur Installation einer Stockwaage zur ganzjährigen Betreuung.

    Die Frage, ob eine derartige Stockwaage in meinem Fall überhaupt realisierbar ist, stelle ich mir an dieser Stelle erst einmal nicht (werde diese Frage aber noch nachträglich, an anderer Stelle posten).

    Wichtig ist mir zu beantworten, ob es nicht in die falsche Richtung geht.

    • Sind technische Aufwände in dieser Form und Art überhaupt noch mit einer wesensgemäßen Bienenhaltung zu verteten?
    • Gibt es beim wesensgemäßen Umgang mit Bienen genauso die Nuancen wie bei der Nahrung und ich muss mich dort einfach nur richtig einreihen, wo ich hingehören will?

    Vergleichsbeispiel:
    Fleischesser, Vegatarier, Veganer ... / Intensive Bienenhaltung, Extensiv, wesensgemäß light (BK), Wesensgemäß heavy (Baumstamm). ...

    Mich stört einfach, dass ich mich manchmal, geblendet fühle vom technischen Hintergrund (leider weil mir das irgendwie liegt) und mich schwer zurückhalten kann. In mir schlummert ein Naturfreund, dem es am meisten Freude machen würde, wenn Tiere in Freiheit leben könnten. Jedoch ist das Technische, Statistische, das Naturwissenschaftliche mit Versuchen und Erfinden ebenso stark in mir vertreten.
    Ich mag es nicht, wenn Drohnen ausgeschnitten werden, Königinnen ausgetauscht werden, selbst angepinselt sollten sie nicht werden. Mag nicht wenn Tiere als Ware behandelt werden oder wie ein stück Vieh. Dagegen baue ich ein Trachband auf, wiege, messe Temperatur baue ein ordentliches Dach, ein sicheren Stand und doch kann ich mich kaum bremsen, nicht noch eine Solar-Warmhaltefunktion einzubauen.

    Die technischen Möglichkeiten sind ja vorhanden, alles geht und deshalb ist die Grenze oft nicht ganz sichtbar, nur eine Gefühlsfrage.
    • Doch wo ist die Grenze?
    • Gibt es eine sie überhaupt oder reicht es, wenn man ein Volk als Ganzes ansieht und nur wesensgemäß mit diesem Bien umgeht?
    • Oder gibt es da gar keine Schublade, ist das, was ein Bienenmensch an Aufwand betreibt, ihm selbst überlassen?
    Also dürfen sie schwärmen, alles machen, was sie in freier Natur auch machen könnten!


    • Und was ich im Außen mache, den Aufwand den ich betreibe, berührt er in keiner Weise die wesensgemäße Bienenhaltung?
    Leider fühle mich mich manchmal dabei wie ein Bauer, der nur sein Vieh betreut.
    Aber außer, dass ich das Vieh niemals regelmäßig schlachte, sehe ich in meiner Tätigkeit, abstrakt betrachtet, manchmal keinen großen Unterschied zu der Allegorie mit dem Bauer und seinem Vieh.

    Ich hoffe, mir gelang ein Verständlich für mein Dilemma?
    Fragen dazu dürfen gerne gestellt werden.

    Nochmal zusammengefasst meine Frage (die Teilfragen zuvor dürfen gerne ignoriert werden):
    Betreibe ich überhaupt noch eine wesensgemäße Bienenhaltung wenn ich eine dauerhafte Stockwaage mit der BK realisiere?

    *Mir anbei eine Abstimmungsfunktion wünsch ^^*

    Summ summ
    Malemmy

    Diese Frage wurde von TobiasB beantwortet. Siehe erste Antwort.

    • Hallo Malemmy,

      Komm bitte mal runter von Deinem Spoiler- und Abstimmungstripp, bevor dich hier im Forum manch einer
      in die Reihe von Spinnern einordnet.

      Zum Begriff wesensgemäßer Bienenhaltung liest du am besten die beiden Bücher von EMK.
      Und darin ist auch erklärt, wie du mit der BK wesensgemäß imkern kannst.

      Das drum herum, wie z. B. eine dauerhafte Stockwaage, - wenn sie dir hilft, den Bien zu erleben und
      zu verstehen - - ich könnte das verstehen, denn dem BK-Imker sind Einblicke ins Volk auf Grund
      der wesensgemäßen Haltung größtenteils verwehrt. Es gibt hier im Forum einige, die das praktizieren.


      gruss bf
        Abyssus abyssum invocat
      • discuss.answer
        Ich betreibe eine solche Waage und wüsste nicht, was eine solche Waage mit dem Thema wesensgemäße Bienenhaltung überhaupt zu tun hat, denn dem Bien ist es völlig egal ob er nie, ab und zu oder ständig gewogen wird. Wenn überhaupt können aus dem Gewicht abgeleitete Tätigkeiten dieses Thema berühren, aber die Waage alleine sicher nicht. Ich würde behaupten, dass man durch eine Waage eher weniger als mehr Eingriffe vornimmt und sehen das ganze daher wenn überhaupt unter dem Gesichtspunkt als positiv an.

        Mein Gesamtverständnis über Bienen hat durch die Messung enorm zugenommen und es gibt auch Sicherheit wenn man eben genau weiß ob noch genug Futter vorhanden ist etc.
        Auch das es extrem wenige Tage im Jahr gibt, wo das Gewicht überhaupt zunimmt ist erstaunlich. Wenn dann Tracht ist glaubt man zunächst an Messfehler, wenn die Waage am Abend 2 kg und mehr im Plus ist.

        Wenn Du Spaß an Diagrammen hast und das ganze gerne auch analytisch betrachten willst, rate ich Dir dringend zu einer Waage. Ich denke Deine Hochachtung vor dem Tier wird eher weiter gesteigert smiley

        VG
        Tobias
        • Hallo Bienenflug,

          dieser Teil deiner Antwort gehört zwar nicht unbedingt zu meiner Frage aber, gerne schreibe ich ein paar Worte dazu.
          bienenflug schrieb am 19.11.2017, 17:42

          Komm bitte mal runter von Deinem Spoiler- und Abstimmungstripp, bevor dich hier im Forum manch einer
          in die Reihe von Spinnern einordnet.
          Ersten, warum sollte ich das tun, zweitens wegen Wem?
          Den anderen, wegen dir?
          Wer mich als Spinner abstempelt der macht das sowieso. Dein Tipp dahinter klingt zwar etwas plump, du hättest mir auch ne PN schreiben können, ich attestiere dir jedoch nett gemeinte Absichten. Du hast sicherlich auch beigebracht bekommen, authentisch zu bleiben. So bist du eben, so schreibst du!

          Ich kann nichts dazu, wenn ich schon ein paar Jahre Erfahrung in Foren habe und diese Funktionen eben als Teil einer erleichterten und funktionierenden Arbeit ansehe. Somit ist es nur Spielerei oder Spinnerei für den, der weniger oder andersartige Erfahrungen machte. Ich schreibe davon und es ist meine Arbeitsweise, immer besser zu werden, weil ich es kann, gelernt und geübt habe, daran ändere ich auch nichts mehr außer, dass ich daran weiter arbeite!

          Übrigens. Man braucht meine Worte nicht immer ernst zu nehmen und kann auch mal nachfragen, wie was gemeint ist. Man muss zum Schmunzeln nicht in den Keller gehen, kann es auch gleich tun! ;-)

          bienenflug schrieb am 19.11.2017, 17:42
          Zum Begriff wesensgemäßer Bienenhaltung liest du am besten die beiden Bücher von EMK. Und darin ist auch erklärt, wie du mit der BK wesensgemäß imkern kannst.
          Hab ich, das Zweite noch nicht, werde ich mir aber auch voerst nicht besorgen. Nicht, weil ich glaube, das es schlecht ist sondern, weil ich es anders verstehe. Außerdem bin ich Erfahrungstechnisch noch nicht so weit, sammle noch.

          Übrigens, muss ich in allen Punkten dem Autor übereinstimmen wenn ich wesensgemäß imkern möchte?
          Ich denke wohl eher nicht denn, das ist seine Theorie sie kann, muss aber nicht vollständig und in allen Punkten passen.

          Vielleicht spinne ich, vielleicht denke ich aber auch in anderen Ebenen oder übertreibe obwohl ich noch keine Ahnung von der Materie habe. So bin ich eben, ich denke selbst, lasse mir von keinem vorschreiben was ich denken oder glauben soll. Für mich ist es eben schon fern vom wesensgemäßen, wenn ich nur Plastik in meine Beute stelle oder irgendwo innerhalb der Kiste einbaue. Wer weiß schon was sich durch Abrieb oder Ausdünstungen alles verändert. Auch nur eine Theorie, jedoch meine.

          Hab ich nun das Buch nicht richtig gelesen, nicht richtig verstanden oder hat er es für mich nicht verständlich geschrieben weil ich anders aufnehmen, wer weiß das schon, kann aber alles sein. Das darf jeder für sich entscheiden was richtig und was falsch ist.
          bienenflug schrieb am 19.11.2017, 17:42

          Das Drumherum, wie z. B. eine dauerhafte Stockwaage, - wenn sie dir hilft, den Bien zu erleben und
          zu verstehen - - ich könnte das verstehen, denn dem BK-Imker sind Einblicke ins Volk auf Grund
          der wesensgemäßen Haltung größtenteils verwehrt. Es gibt hier im Forum einige, die das praktizieren.
          Wer mit welchem System und mit welcher Philosophie, deshalb hab ich ja auch meine Frage gestellt.
          Deine Bienenphilosophie lässt dies zu, die anderer auch.

          Bloß meine scheint hier quer zu liegen?
          Ich hoffte halt, jemand denkt vielleicht ähnlich oder kann meine Denkweise nachvollziehen!?

          Ich hoffe auch, ich werde hier richtig verstanden. Es ist zwar manchmal nicht meine Arbeitsweise, von der ich bei anderen lese, ich möchte aber keine andere verurteilen. Das ist nämlich alles gut so, die Vielfältigkeit, Anderssein und dass nicht alle das gleiche stupide Nachmachen, sondern selbst Denken. Ich versuche keine Menschen zu verurteilen, die ihre kostbare Zeit für eine gute Sache investieren.

          Bienenflug, ich danke dir für deine ehrlich gemeinten Worte!
          Ich nehme sie, deutend und überdenkend, dass ich ja mein Tun ganz den Wohlwollen des Lebewesens widme und es sicher nicht schadet, wenn ich dieses Bienenleben besser verstehen lernen mag. Das gute Gefühl werde ich hoffentlich wiederbekommen.

          Danke dir!

          Summ summ
          Malemmy [Hinweis: malemmy hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren, 2 Monaten geändert.]
          • Hallo Malemmy,

            wir beide kommunizieren meistens in anderer Schriftform, ich glaube, würden wir miteinander sprechen,
            kämen weniger Irrtümer dabei raus.
            Ich lasse dir gerne deine Vorgehensweise, Fragestellungen und Experimente. Nur im ersten Moment,
            ohne derart lange Erklärungen, die du fürs Verständnis nachschieben musst, ist deine Gedankenwelt für einen Aussenstehenden nicht so ohne Weiteres nachvollziehen.

            Meine Kurzkommentierung zu deinem Beitrag ist in der Tat nett gemeint und ich hoffe, dass ich dir auch ein kleines Schmunzeln abgerungen habe.
            Weißt du, ich selbst argumentiere gerne hart zur Sache, bleibe nachhaltig dran und komme wenn möglich
            zu einem brauchbaren, meist für die Praxis gangbaren Weg. Auch das ist erst mal nur mein Weg und
            manchmal wandle ich auch gerne auf Pfaden, die andere vor uns bereits gegangen sind. Will damit sagen,
            ich lerne gerne von alten Imkermeistern.
            Und so einen Pfad möchte ich jetzt gleich noch auf meiner Stockkarte beschreiben.

            gruß bf
              Abyssus abyssum invocat
            • Hallie hallo, Bienenfroh, oder so,

              Ich schmunzle sogar sehr gerne. ;-)
              Jedoch stehe ich manchmal auch auf dem Schlauch, verstehe den Witz nicht.
              Ich lache auch gerne auf Kommando. ;-)

              Es wäre ein Wunder, wenn mir viele deine Worte nicht bekannt vorkämen. ^^
              Jedoch, ich glaub, beim Sprechen bin ich weniger strukturiert. Das muss also schon passen, sonst bleiben wir besser hier beim Schreiben. ;-)

              Das nennt sich Unsicherheit, dass ich oftmals viel dazu schreibe, weil auch der andere das alles verstehen soll und dabei, manchmal genau das mache, was ich nicht erreichen möchte, dass er mich nicht mehr versteht.
              Verstehst? ;-)

              Manchmal geht es schnell, manchmal gar nicht und wenn nicht nachgefragt wird, bleibt das Missverständnis. Seine Gedanken kann man nunmal nicht mit dem Holzhammer auf Glas schreiben.
              So sind wir halt, alle nur Menschen. Der Mittelwegbekommenversuch ist ein ewiger Kampf um Worte.

              Vielleicht ähneln wir uns sogar? Ich will nämlich ähnlich verstanden werden. Dass ich gerne von den Meistern lerne, sie immer ehre aber nur solange ihre Wege entlang gehe, bis ich meinen eigenen gefunden habe.

              *auf die Uhr schau*
              Nun will ich aber auch noch wissen, was auf deiner Stockkarte passiert ...

              Summ summ
              Malemmy [Hinweis: malemmy hat den Beitrag zuletzt am vor 2 Jahren, 2 Monaten geändert.]