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  • Hallo zusammen,

    Dieses Jahr starte ich erneut durch, diesmal mit 2 Völkern. Ich habe am 08.05. einen leider sehr kleinen Schwarm (ca. 925g) einlogiert, dieser hat auch in den folgenden Tagen fleissig angefangen zu bauen und einzutragen. Am 13.05. Habe ich einen weiteren Schwarm (min. 2kg) einlogiert.
    Beiden habe ich ca. 3-4Tage nach dem einlogieren eine Packung Futterteig hineingelegt für regnerische Tage, welche aber weitestgehend ausgeblieben sind. Beim kleinen Volk habe ich zeitgleich das Flugloch mit einem Lochblech verkleinert, damit sie sich im Fall der Fälle besser wehren können.
    Nun konnte ich über die Tage hinweg ein reges treiben beim grössen Volk und ein mässiges treiben beim kleineren Volk feststellen, was ich auf den grössenunterschied zurückführte.
    Da es gestern 29.05. so heiss war, wollte ich mal nach dem Rechten schauen und musste feststellen das sich beim kleineren Volk eine Traube aussen oberrhalb des Fluglochs gebildet hatte und der Futterteig scheinbar nicht angerührt wurde, während das grosse Volk fleissig am ventilieren war und auch den Futterteig am verputzen ist. Da es kurz drauf anfing zu Gewittern und in strömen zu regnen habe ich es dabei belassen und heute nochmal nachgeschaut. Die Bienen sind wieder alle drinnen und die Fluglochverkleinerung habe ich entfernt.
    Nun macht mir folgendes Sorgen:
    - Während beim kräftigen Volk ständig Bienen um das Flugloch rumschwirren und stetig mehrere gleichzeitig aufbrechen und heimkehren ist beim kleinen Volk so gut wie gar nichts los, es fliegt gelegentlich mal ein Bienchen los und es kehrt ein Bienchen heim (so im Minutentakt würde ich behaupten)
    - Kann auch keinen Polleneintrag mehr feststellen
    - Ans Futterteig gehen sie auch heute nicht dran
    - Und drinnen scheinen alle lethargisch vor sich hin zu dümpeln, scheint auch nicht so als würden sie weiter bauen. M.E. nach müssten viel mehr von denen ausfliegen...

    Könnt ihr mir hierzu folgende Fragen beantworten:
    - Kann das tatsächlich nur am Grössenunterschied liegen?
    - Ist das Wabenbauen tatsächlich ein Garant dafür das eine Königin vorhanden ist/war?
    - was sollte ich eurer Meinung nach tun, erstmal abwarten?

    Anbei ein aktuelles Bild wie es gestern bei denen drin aussah. Heute sieht es nicht anders aus ausser das sie sich nicht mehr am Flugloch rum tummeln.

    Schöne Grüße, Arian.
    • Hallo Arian,

      eine Frage meinerseits:

      Warum fütterst du Futterteig ??

      Du hast doch die Bienenkisten-Anleitung bestimmt, wie wir alle, mehrmals gelesen, denke ich, oder ?

      Dort wird ausdrücklich von emk beschrieben und empfohlen in den ersten drei Wochen täglich in kleinen Mengen flüssig zu füttern mit Zuckerwasser 1:1.

      Wenn du dich daran hälst wird auch dein kleines Volk bauen....

      Ich jeden falls habe damit beste Erfahrungen gemacht, tgl. ca. 300 ml zu füttern, einmal die Woche bekommen sie auch nix, so komme ich auf die max. Menge von ca. 1,5 bis 2 Litern/Woche, die auch nicht überstiegen werden soll.

      Mein Tip:
      Haltet euch an die Anleitung, hat alles seinen Sinn....

      Gruß
      Markus

        Bestand:
        2x Bienenkiste
        4x TBH
        1x Christsche Magazinbeute
      • Hallo,

        das ist wirklich schon ein sehr kleines Völkchen. Deshalb würde ich vermuten, dass es sich hier um einen Nachschwarm handelt, während der 2KG-Schwarm eher ein Vorschwarm sein könnte und auch deshalb schon mal viel schneller "in die Gänge" gekommen ist.
        Allerdings müsste auch eine unbegattete Königin mittlerweile begattet sein und Eier legen.

        Wabenbau ist kein Zeichen dafür, dass eine befruchtete Königin da ist.

        Sollte das Volk weisellos sein, jedoch noch nicht drohnenbrütig, könnte man sicherlich noch eingreifen. Das ist allerdings nicht meine Baustelle. Ich persönlich würde, so wie Markus geschrieben hat, flüssig und 1:1 füttern und abwarten.

        Gruß
        Petra
        • Hallo,

          vielen Dank schon mal für eure Ansichten. Ich habe mir auch gedacht erst noch ein paar Tage abzuwarten und vielleicht beim kleinen Volk das Futter auf flüssig um zu stellen. Die Alternative wäre eine Weiselprobe durchzuführen, dies würde in meinem Fall aber bedeuten aus dem kräftigen Volk Brut raus zu schneiden, was mir wiederstrebt da ja beide gerade erst neu einlogiert wurden.

          @ Markus,
          bzgl. des Futterteiges habe ich mich strikt an die Anleitung zu den ersten 3 Wochen nach dem einlogieren gehalten (siehe Link: https://www.bienenkiste.de/doku/ersteschritte/erste-wochen/index.html), da ist ausdrücklich auch von Futterteig die Rede. Ich habe mich bewusst für Futterteig entschieden um jegliches Risiko von Räubetei von Vornherein auszuschliessen, da der Schwarm so klein war hätte er sowas vermutlich nicht überstanden.

          Ich schau mal ob sich mit dem Futter etwas tut, kann es mir aber nicht vorstellen da es momentan durchgängig sonnig und trocken ist kann es eigentlich nicht mit der Zufütterung zusammenhängen ... mal schauen ... ich werde berichten ...
          • Finde nur ich, dass auf dem Photo in Relation zum Wabenbau nur wenige Bienen zu sehen sind? Ich meine mich zu erinnern, dass bei mir der Wabenbau stets nur wenig aus der Bautraube heraus ragte.
            Zum Futter: Ich würde auf jeden Fall auch flüssig füttern und jeweils eine kleine Menge mit Einbruch der Dunkelheit in die Bienenkiste stellen, sodass die Bienen das Futter noch über Nacht vollständig aufnehmen können und somit kein Räuberei förderndes Futter tagsüber in der BK steht. Die Aufnahme von Futterteig stellt für die Bienen eine zusätzliche Belastung dar, da sie viel Wasser zum Auflösen herbei holen müssen.
            8|
            • Nein, wirklich eine sehr überschaubare Menge an Bienen.

              @Arian
              Da muss ich wohl "zurück rudern" mit meiner Aussage.
              Das hatte ich tatsächlich nicht mehr auf dem Schirm, viell. weil mir alle immer flüssig zu füttern empfohlen haben, ich einen frisch einlogierten Schwarm immer flüssig gefüttert habe und auch immer allen anderen Rate zu Beginn flüssig zu füttern.
              In der Tat ist es so, wie cookie schreibt, dass die Bienen mit Futterteig sehr viel mehr Aufwand haben ihn umzusetzen und dafür auch deutlich mehr Energie aufbringen müssen, welche zum Wabenbau fehlen kann.
              Mit Flüssigfutter wird eine Nektartracht "vorgegaukelt", was die Bienen veranlasst schneller Waben zu bauen, damit sie von der Tracht noch etwas für den kommenden Winter einlagern können, bevor diese versiegt.
              Futterteig wird direkt umgesetzt also ge-/verfüttert, davon wird nix eingelagert, daher besteht für die Bienen auch keine Notwendigkeit deshalb Waben zu bauen.

              Also, flüssig füttern ;-)

              Gruß
              Markus
                Bestand:
                2x Bienenkiste
                4x TBH
                1x Christsche Magazinbeute
              • Da brat mir doch einer nen Storch...

                Kurzes update:
                Habe wie angekündigt Flüssiggefüttert 1:1 und wie zu erwarten war sind sie auch da nicht dran gegangen, das Bisschen was gefehlt hat schreibe ich eher der Verdunstung zu.

                Am Sa. noch einen Imkerlotsen aus dem Forum Kontaktiert der seit ca. 40 Jahren Imkert. Fazit war ernüchternd, da er selber nie mit der Bienenkiste gearbeit (sich aber natürlich ausgiebig damit beschäftigt) hat und mich eigentlich nur davon abbringen wollte. Lösungsvorschläge hatte er auch keine, ausser Kiste wegschmeißen und mit Beuten neu anfangen.

                Am So. Hatte ich die Schnauze voll, immer noch war keine einzige Biene am Futter, daher Kiste öffnen, Volk untersuchen!

                Als erstes habe ich mir das was an verdelkten Waben zu sehen war genauer angeschaut, viel konnte man nicht sehen aber was man sah schien eher drohnenbrut zu sein.
                Anschließend wurde die größte Wabe entnommen, darauf sehr wenig verdeckelte Brut. Genau so auch auf den anderen Waben, dafür aber voll mit Eiern...

                In einer Zelle fand ich zwei Eier was meinen Verdacht auf Drohnenbrut untermauerte. In einigen wenigen Zellen lagen die Eier nicht korrekt drin, ein weiteres Zeichen dafür. Der überwiegende Teil sah aber ok aus.

                Zu guter letzt habe ich mich auf die Suche nach der Königin gemacht, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt ... und siehe da ... eine Reihe weiter lief sie quickfidel über die Waben inmitten ihrer Bienen.

                Nun höre ich als guter Ehemann natürlich auf meine Frau die mir sagte "die Königin ist drin, also lass die Bienen in Ruhe". Das werde ich auch vorerst beherzigen und erst in ein paar Tagen nach der Verdeckelten Brut schauen.

                Jetzt ergeben sich hieraus aber neue Fragen...

                1) Gehen wir mal davon aus die Königin war nicht befruchtet, würde sie dann von ihren eigenen Drohnen begattet werden?

                2) Ist es möglich das eine Königin erst so spät befruchtet wird und anfängt richtig zu legen?

                3) Wenn das Volk nun zum Grossteil nur noch aus drohnen bestünde, woran könnte ich die Drohnen dann erkennen? ... im Vergleich zur Königin vielleicht? ... oder bleibt nur totquetschen um zu schauen ob die nen Stachel haben?

                Anbei weitere Bilder, vielleicht erkennt ihr ja etwas mehr da drauf.
                Bin für jeden nützlichen Tipp dankbar.
                • Bild 2
                  • Bild 3
                    • Bild 4
                      • Bild 5
                        • Schunterbienen Reply #12, vor 2 Jahren
                          Hallo,

                          ich mag mich ja irren, aber für mich sieht das nicht drohnenbrütig aus. Es gibt zwar keine geschlossenen grossen Brutflächen, aber nach buckeligen Drohnenzellen sieht es auch nicht aus. Und die flächig abgelegten Eier sind auch ein gutes Zeichen.
                          Abwarten, würde ich sagen.
                          Ich weiss nicht, ob die Drohnen aus dem eigenen Stock ihre Königin befruchten würden, aber vorstellen kann ich mir das nicht. Das wäre evolutionär ungesund und die Natur trifft hier Vorsorge.
                          Allerdings habe ich keine 40 Jahre Imkererfahrung, sondern nur 5 Jahre Bienenkistenerfahrung. smiley
                          Gruß
                          Petra
                          • Vermutlich ein Nachschwarm, 925 g, vor 4 Wochen einlogiert.

                            Verdeckelte Brut ist vorhanden, Stifte sind auch dabei, aber keine Maden? Die Stifte sind nicht besonders schön gelegt, deuten auf Afterweiseln (Stifte an den Zellenwänden). Wie sieht es mit Futter/Pollen-Reserven aus? Ich sehe so gut wie keine auf den Fotos.

                            Kann sein, dass Arbeiterinnen angefangen haben zu stiften. Was passiert ist? Ich weiß nicht ob jemand das genau sagen kann. Ob die Begattung der neuen Königin zu lange gebraucht hat?

                            Jetzt fehlt ein ausreichender Bienenmaß (vermutete ich). Abwarten oder Auflösen...
                              Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
                            • Hallo,

                              die Königin hast Du ja gesehen, sieht man ja auch auf Bild 1 und Bild 2.

                              Wie Du Drohnen nicht von Arbeiterinnen unterscheiden kannst, verstehe ich nicht wirklich.
                              Und die Königin wird nicht von den eigenen Drohnen im Stock begattet...

                              Allerdings stimmt es schon, dass die Eier eher nach Afterweiseln aussehen.

                              Schwierige Entscheidung, was jetzt zu tun ist, zumal nicht wirklich die Masse an Bienen da ist.
                              Da Du ja schon Übung im Waben ziehen hast würde ich als erste Massnahme die Kiste 10m zur Seite tragen, die Königin kurzfristig in eine kleines Käfig sperren, alle Waben abkehren und dann die Kiste mit den leeren Waben und der Königin (ohne Käfig) wieder an den ursprünglichen Standort zurück stellen.
                              Dann dürfte zumindest das Problem mit den Afterweiseln erledigt sein, da diese nicht zurückfliegen.
                              Ob die Königin dann die nächsten Tage zu legen beginnt oder einen körperlichen Mangel hat ist trotzdem nicht sicher.

                              Falls Du beim Abkehren die Königin ebenfalls draussen lassen möchtest und ein Stück Brut zur Nachschaffung reinhängst, dann wird es meiner Meinung nach zeitlich nicht mehr bis zum Winter reichen, da die Bienenmasse zu klein ist. Dann lieber eine begattete Königin besorgen und die zusetzen.
                              Der ein oder andere (Magazin-) Imker hat normal schon eine Königin "übrig".

                              Aber das sind alles schon gravierende Eingriffe, mancher schüttelt vielleicht den Kopf und ist der Meinung, dass man der Natur seinen Lauf lassen sollte...

                              Gruß Andreas