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  • Hallo zusammen,

    seit 2014 habe ich durchgängig Bienen.
    Eine Bienenkiste war dabei immer besiedelt, während ich zwischenzeitlich auch andere Beutensysteme habe.
    Regelmäßig wiege ich ab Ende März bis Mitte/Ende September meine Bienenkiste(n) und dokumentiere die Gewichtsentwicklung in einer Tabelle.
    Daher kann ich jedes Jahr vergleichen, aber langsam macht‘s keinen Spaß mehr.....
    Bereits seit 2.Mai haben alle Völker Futterteig drin, außer bei der Bienenkiste, dort habe ich am 2.April den Honigraum freigegeben, den ich jetzt wohl wieder leer mache, die Mittelwände sind nahezu unangetastet.
    Heute habe ich teilweise begonnen 1:1 flüssig zu füttern.
    Die Bienen finden nicht mal mehr das, was sie täglich selbst brauchen, um zu überleben.

    Beispiel am Gewicht der Bienenkiste 2:
    14.05.2016 60,2kg
    14.05.2017 58,3kg (nahezu Totalausfall der Apfelblüte durch Frostschäden)
    14.05.2018 ca.52kg (wurde nach Schwarmabgang am 22.04. bis Mitte Juni nicht mehr gewogen, das Gewicht gemittelt)
    13.05.2019 45,7kg

    Das Auffütterungsgewicht für den Winter liegt bei 49kg !

    Der komplette Brutraum ist voll mit Bienen, so dass keine Waben mehr zu sehen sind, gefühlt war das Volk in der Bienenkiste dieses Jahr in der Entwicklung etwas später dran.
    Möglicherweise hat sich dann das kühlere Wetter mit dem Aufziehen großer Brutflächen überschnitten, die Kiste hat die letzten drei Wochen fünf Kilo abgenommen, geschwärmt ist sie nicht.
    Dieses Frühjahr ist vom Wetter her nicht signifikant schlechter als die Jahre zuvor, jedoch habe ich den Eindruck, dass die Apfelblüte sehr gering ausgefallen ist.

    Meinen Aufzeichnungen zur Folge ist eine Tendenz zu erkennen, mir ist durchaus bewusst, dass nicht jedes Jahr gleich ist, aber gefühlt wird es immer schlechter....
    Mein befreundeter Bio-Imker beschrieb vor zwei Wochen ebenfalls, dass er für diese Jahreszeit viel zu wenig Honig habe.....
    Das Bieneninstitut der Uni Stuttgart-Hohenheim weißt auf seiner Homepage auch schon auf akuten Futtermangel hin (unter dem Link: Varroa).

    Möglicherweise ist es nur eine regionale Erscheinung, interessieren würde mich, wie es im Rest der Republik aussieht !

    Wie ist es bei Euch huh
    Vielleicht hat noch jemand Vergleichswerte notiert und kann eine andere Tendenz beschreiben.


    Gruß
    Markus
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    • Schade, hatte mir erhofft, die ein oder andere Rückmeldung zu erhalten.

      Von bf und Drohn weiß ich, durch regelmäßiges mitlesen, dass bei Ihnen wenige Kilometer Welten ausmachen.

      Habe mich zwischenzeitlich mit mehreren Imkern, nicht nur aus meiner Gegend unterhalten.
      ALLE, ohne Ausnahme, berichten, dass sie viel zu wenig, gar keinen Honig oder wie unsere Bienen, nicht mal mehr Futterkränze über den Brutwaben haben.

      Siehe auch
      https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/104406

      Da hier keine Bestätigung aus anderen Gegenden kommt, scheint es ein regionales, wetterbedingtes Problem, den Großraum Stuttgart betreffend, zu sein.

      Da es dieses Jahr eh keinen Honig gibt, passt es, dass drei meiner ursprünglichen sechs Völker geschwärmt sind, eins hat umgeweiselt und die Bienenkiste habe ich abgetrommelt.
      Von den vier Schwärmen habe ich lediglich einen behalten, die anderen drei an Anfänger bzw. einen Kollegen abgegeben, da ich unter diesen Umständen meine Völkerzahl nicht weiter erhöhen möchte.
      So werde ich als positives aus diesem Bienenjahr mitnehmen, dass, wenn alles klappt, fünf Völker eine junge Königin haben.

      Bleibt die Hoffnung, dass es nächstes Jahr wieder besser wird.

      Gruß
      Markus
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      • Hallo Markus,
        Noch vor 8 Tagen war die 3. Zarge (aufgesetzte ausgebaute Honigzarge) leer!
        Robinie zum großen Teil ausgefallen.
        Erhoffe mir in den kommenden 14 Tagen noch Einträge von Brombeeren. Ob die Esskastanie honigen wird,
        weiß ich noch nicht. Danach kann es bei mir höchstens noch ungeliebten Laushonig geben. In drei
        Wochen ist bei mir Erntezeit und Schluss für dieses Jahr.

        gruß bf
          Abyssus abyssum invocat
        • ich habe meine Bienen ja erst seit zwei Wochen, schaue mich inzwischen aber viel bewusster als früher in der Umgebung um. Wir wohnen hier am Stadtrand, kleine Weinberge sind in direkter Nähe und dazwischen viele (zum Teil brach liegende) Gärten und Streuobstwiesen. Momentan blühen rings herum viele wilde Brombeeren, auch einige Linden stehen in unmittelbarer Nähe, Mohnfelder gibt es etliche und Raps habe ich auch gesehen. Ich hoffe sehr, dass es meinen Bienen gut geht
          • Danke für eure Beiträge.

            Bei uns hat jetzt der Hartriegel geblüht und wurde sehr gut angeflogen obwohl er so muffelt smiley
            Himbeeren und Brombeeren blühen auch, ist aber alles nur Läppertracht.
            Erwarte jeden Tag, dass die Linde bei uns am Haus zu blühen beginnt, hoffe sehr dass sie honigt.
            Dann war‘s das eigentlich.....

            Unsere Nachbarin hat einige Klatschmohnpflanzen und berichtete gestern, dass teilweise vier bis fünf Bienen gleichzeitig darin am Sammeln waren, so ein Mohnfeld das wär‘s natürlich......

            Gruß
            Markus [Hinweis: tyson hat den Beitrag zuletzt am vor 9 Monaten, 2 Wochen geändert.]
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            • Hallo Tyson,
              ich hatte meine Völker mal in Backnang, bin aber umgezogen an den Rand der schwäbischen alb.
              So wie ich es einschätze sind unsere Standorte relativ vergleichbar. Viel Streuobstwiesen drum rum und eher ländlich gelegen.
              Ich wiege nicht so oft sondern erst wenn es um die Wintervorräte geht, dennoch habe ich hier ein ähnliches Bild. Der Honigraum wurde bei beiden Kisten so gut wie gar nicht angenommen -> es gibt quasi keine Honigernte. Es gab bei beiden Völkern keinen Schwarm.

              Meiner Meinung nach lag es an den kalten Tagen während der Obstblühte. Kirsch, Apfel, Birne war bis auf wenige Tage kalt und manchmal noch regnerisch. Der frühe Raps fiel ebenso ins schlechte Wetter. Das versaut einen ordentlichen Start und danach habe ich nur noch Läppertracht...
              Kastanie, Robinie, Linde fehlt mir quasi komplett.

              • Hallo Hardy,

                Danke für deinen Beitrag.

                hardy schrieb am 12.06.2019, 08:47
                Hallo Tyson,
                ich hatte meine Völker mal in Backnang, bin aber umgezogen an den Rand der schwäbischen Alb.
                Meiner Meinung nach lag es an den kalten Tagen während der Obstblühte. Kirsch, Apfel, Birne war bis auf wenige Tage kalt und manchmal noch regnerisch. Der frühe Raps fiel ebenso ins schlechte Wetter. Das versaut einen ordentlichen Start und danach habe ich nur noch Läppertracht...

                Also auch in dem von mir beschriebenen Gebiet!
                Da aus anderen Teilen der Republik keine Rückmeldungen kommen gehe ich zwischenzeitlich davon aus, dass es dort keine solchen spürbaren Auswirkung des Wetters gibt und es genau das von dir beschriebene Wetter-„problem“ an Anfang Mai war....

                Danke.

                Gruß
                Markus

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                • tyson schrieb am 11.06.2019, 23:08

                  Dann war‘s das eigentlich.....

                  Unsere Nachbarin hat einige Klatschmohnpflanzen und berichtete gestern, dass teilweise vier bis fünf Bienen gleichzeitig darin am Sammeln waren, so ein Mohnfeld das wär‘s natürlich......

                  Gruß
                  Markus
                  ein Bauer in der Nähe hat wohl extra an seinem Getreidefeld ein Mohnblumenfeld mit Kornblumen gesät, es schließt sich direkt an sein Feld an. Aber auch an den Weinbergen schließen sich wilde Wiesen an, auf denen gerade Mohn blüht. Wo aber am meisten Mohn zu sehen ist derzeit, ist das neue Wohngebiet, das kürzlich erschlossen wurde - dort leuchtet alles rot (habe zum ersten Mal auch lila Mohn gesehen). Ich habe mich neulich auch über Blühpatenschaften informiert (ich weiß, sie sind nicht grundsätzlich so nützlich, wie man meint) - bei uns im Ort gibt es einen einzigen Bauern, der das anbietet. Er hat schon im April ein Feld mit Wildblumen ausgesät. Ich habe auch das Gefühl, dass die Stadtgärtnerei um etwas Wildheit bemüht ist, denn auf etlichen Verkehrsinseln in der Stadt blühen Wildblumen, an einigen Laternenpfosten ranken Rosen und andere Gewächse und an den Straßenverläufen haben sie zuletzt nur einen Rand frei gemäht, den Rest der Wiese aber stehen gelassen (ich hoffe, das ist Absicht). Die Stadt hat auch eigene Streuobstwiesen. Ich möchte mich da mal schlau machen, ob unsere Gemeinde da tatsächlich ein Auge drauf hat. Ich habe von Gemeinden gelesen, die den Bauern extra Samen für Wildwiesen zur Verfügung stellen, damit sie zumindest Blühstreifen anlegen (oder sogar ganze Brachflächen extra insektenfreundlich bestellen). Ich finde, das sollte überall so sein (samt Pestizidkontrolle).
                  • Hallo zusammen,
                    ich bin zwar noch Anfänger, habe aber inzwischen mit mehreren örtlichen Imkern gesprochen und auch hier in Südbaden hat scheinbar die späte Kälte die Obstblüte versaut.
                    Alle haben keinen oder sehr wenig Honig.
                    An meinem Standort blühte bis kürzlich viel Hartriegel (alles voller Bienen) und momentan sehe ich nur noch Brombeere blühen.
                    Linden und Kastanien gibt es hier kaum.
                    Bin gespannt wie es im Jahresverlauf noch weiter geht.
                    Grüße
                    KK
                    • Hallo KKopf,

                      Danke für deinen Bericht aus Südbaden.

                      Gruß
                      Markus
                        Bestand:
                        2x Bienenkiste
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                        1x Christsche Magazinbeute
                      • Nach dem frühen Raps war man hier* wohl auch optimistisch, aber mein Bezugsimker sagte auch im Mai schon, dass es dieses Jahr keinen Honig dafür viele Schwärme geben wird. Ich habe das erste mal seit Ende April den Honigraum geöffnet – habe also keine Vergleichswerte – und bin sehr ernüchtert was dort bis jetzt passiert ist. Selbst wenn es mal zwei Tage warm ist, ist es hier sehr windig. Ich habe auch schon beobachtet, dass die Bienen hier sogar bei mäßigem Regen fliegen, wahrscheinlich aus purer Verzweiflung.
                        Meine Hoffnung liegt jetzt auch in der Linde und den Brombeeren. Über erstere sagte oben genannter Imker, dass sie zum richtigen Zeitpunkt nasse Füße braucht um zu honigen – das sollte geklappt haben. Wenn jetzt mal ordentlich die Sonne scheint, könnte es was werden …

                        Gestern war ich allerdings sehr erfreut, eine Brache zu sehen, die letztes Jahr noch bewirtschaftet wurde und wahrscheinlich dieses Jahr noch zu Bauland wird, auf der eine lustige Mischung aus verwilderten Raps und Phacelia wuchs, vielleicht 700m von hier.


                        * nördlichstes Niedersachsen/Niederelbe [Hinweis: Schnitzel hat den Beitrag zuletzt am vor 9 Monaten, 2 Wochen geändert.]
                        • Ach so und Obstblüte war hier okay, etwas regnerisch und sehr windig, die Bäume sind jetzt auf jeden Fall voller Obst. Aber ich kann mir vorstellen, dass für den Nektar die Sonne gefehlt hat und es deswegen kaum Honig gibt?!
                          • @Schnitzel,
                            das ist nicht von alleine aufgegangen. Das ist eine Sogg. Gründüngung. In Flächen die man in einem Jahr, oder einer Saatfolge, nicht bewirtschaften möchte säht man so etwas ein. Lässt man das Feld offen hat man wesentlich mehr "Unkraut" bei der nächsten Fruchtfolge.
                            Vorteil für den Landwirt:
                            -Stickstoffanreicherung
                            -Bodenauflockerung durch die Flachwurzler
                            -Weniger Beikräuter die es in der nachfolge zu bekämpfen gibt

                            Vorteil für den Bienenhalter:
                            -> bei dieser Bepflanzung, ein Acker voll Tracht!

                            ->Vermutlich ist der Landwirt sich ebenso nicht sicher ob das Bauland wird oder nicht und hat sich somit die Option offen gehalten das Stück zukünftig weiter zu bewirtschaften.
                            • Das glaube ich nicht*, das Stück wird definitiv in diesem Jahr erschlossen und ist so gut wie verkauft. Mir sah das zu sehr nach allem möglichen aus, als dass es gewünscht ist, aber auch nicht nach ausgesuchter Blütenwiese. Der Raps blüht dieses Jahr überall an Randstreifen und Verkehrsinseln, das habe ich hier so noch nicht gesehen. Ob es extrem windig war bei der Aussaat? Aber kann schon sein, dass er sich da was gemischt hat, um vor dem Erschließen noch Subventionen zu kriegen

                              * Das bezog sich auf die Unsicherheit des Landwirts, damit, dass es gewollt ist, kannst du natürlich Recht haben – nicht dass das hier falsch rüberkommt wink
                              ** Wenn ich hier am Tablet schreibe wird irgendwie die Hälfte verschluckt [Hinweis: Schnitzel hat den Beitrag zuletzt am vor 9 Monaten, 2 Wochen geändert.]
                              • Hallo

                                ich habe das Gefühl ist die Tracht bei mir 1/3 weniger als 2018

                                - ich muss schon an den verschiedene Obstbäume die Früchten suchen
                                - die Heckenrosen blühen auch nicht so toll - einige gar nicht

                                Gruss
                                Drohn