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  • Hallo zusammen,

    ich habe heute erfahren, dass bei uns in der Kirche sich am letzten Freitag auf über 10m Höhe ein Bienenschwarm niedergelassen hat. (Oder könnten es auch Wespen sein? Kann man in der Höhe nicht erkennen.)

    Frage: Das ist nun morgen 1 Woche her, d.h. die Bienen bauen sicherlich schon eifrig. Kann man sie jetzt noch einfangen? Was muss man dabei beachten? Ich hörte sie könnten dann hungrig und agressiv sein. Ist etwas bzgl. Kellerhaft und Zufütterung zu beachten?

    Sollte ich es angehen, würde ich auf jeden Fall Hilfe der Feuerwehr in Anspruch nehmen (hohe Leiter).

    Vielen Dank vorweg,

    Philipp
    • Hallo!
      bei mir verhält es sich ganz ähnlich wie bei Philipp. Drum schließ ich mich hier mal an...

      Ein Bekannter war 3 Wochen im Urlaub und jetzt hat er entdeckt, dass in seinem Rolladenkasten Bienen sind.

      Kann man diese noch in eine Bienenkiste umsiedeln? Vorrausgesetzt man bekommt die dort irgendwie raus? Er würde sie sonst drin lassen, aber das werden die Bienen ja wahrsheinlich nicht überleben!?

      Vielen Dank schon mal!
      Sabrina
      • Bienen die in einer Struktur angefangen zu bauen haben müssen in der Regel von einem erfahrenen Imker entfernt werden. Ganz einfach ist die Arbeit nicht (so weit ich das verstehe) und wichtig ist es auch, dass die Arbeit ordentlich gemacht wird (sonst zieht wieder ein Schwarm rein). Drin lassen ist aus verschiedenen Gründen nicht zu empfehlen.

        -K
          Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
        • Ich glaube auch, dass es nicht einfach ist und auf jedenfall jemand mit Erfahrung braucht. Auch sie dann in der Nähe wieder anzusiedeln dürfte nicht so leicht sein, weil sie sicher wieder da hin fliegen werden. Sie dort zu belassen sehe ich nicht als so problematisch an, 10 m ist schon hoch und wenn es ein wenig abseits ist...warum nicht.
          Bei einer Freundin sitzen die Bienen schon seit etlichen Jahren in der Mauer...ganz ohne Behandlung übrigens. Find ich mal erwähneswert, obwohl es nun nicht heißen soll, dass die Bienen keine Behandlung brauchen. Also, wenn es möglich ist, dann lasst sie doch dort. So mein Empfinden.
          • Hallo zusammen,
            ich hab leider nicht gefunden, wo man eine neue Frage stellen kann, darum hier: Unser Nachbar hat uns als "erfahrene" Imker (Wir haben inzwischen vier Bienenkisten mit gesunden Völkern, imkern seit 2012)gefragt, ob wir Bienen aus seinem Fachwerkhaus holen können. Sie fliegen ganz munter durch ein Holznagelloch ein und aus, tragen schon Pollen ein und sind dort seit etwas mehr als einer Woche. Geht das? Hat das schon jemand geschafft und wenn ja, wie? Wir hatten an trommeln gedacht. Wir wissen aber nicht, wie viele es sind und auch nicht, wieviel Platz sie haben. Das Haus auseinandernehmen geht nicht, ist gedämmt und innen mit nochmal Stein und Putz versehen. Die Dämmung ist Styrodur. Sie sind in guter Höhe, ca. 1,20 über dem Boden. Oder mit einer Bienenflucht? Dann soll allerdings die Königin nicht mitkommen, was schade wäre. Hat jemand von Euch eine Idee?
            • Suche im Netz nach "trap-out Bienen"

              Hier zum Beispiel:
              https://imkerverein-kreuzberg.de/wordpress/wp-content/uploads/2016/04/Trap_out.pdf

              -K

                Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
              • Hallo Irma,
                Das gleiche Problem hatte ich vor zwei Wochen. Ein Unbekannter Schwarm ist in ein altes,unbewohntes Fachwerkhaus unseres Hofes eingezogen. Gestört haben sie nicht, aber ich dachte bei mir haben sie es besser smiley und wollte dem Volk ( keine Ahnung wie groß) eine andere Wohnung anbieten. Sie waren Max 2 Stunden drin. Sie sind im Zwischenboden verschwunden der nicht zu öffnen ist,von oben ist eine Lehmdämmung unter den Dielen und von unten ist die Decke verputzt. Also hab ich einen Rüttler ( Zahntechnik) verkehrt herum auf die Dielung gestellt und über eine Stunde gerüttelt. Nichts, die wollten einfach nicht raus. Am nächsten Morgen habe ich am Flugloch so einen Metalltrichter (trap out) angebaut aber die Bienen haben im Haus einen anderen Ausgang gefunden. Bis ich das aber gemerkt habe, saßen schon einige am nicht mehr zu öffnenden Fenster.Die habe ich dann einzeln hinaus begleitet. An diesem Ausgang habe ich dann ein Abflussrohr nach draußen verlegt mit ebensolchen Trichter.Ich hab mich über jede Biene gefreut die rauskam.Nach drei Tagen wurde es mir schon ein bisschen anders, da die Bienen die draußen saßen kein Futter reinbringen konnten und keine Königin rauskam. Also hab ich am 4 Tag alles wieder entfernt und nun hoffe ich das sie den Winter schaffen und nicht wegen meiner missglückten Versuche in Schwierigkeiten kommen. Die halbe Nacht habe ich mich mit dem trap-out Verfahren beschäftigt und wenn die Bienen nicht ständig neue Eingänge finden sollte es funktionieren ( zumindest klappt das mit amerikanischen Bienen smiley )
                Ein Versuch ist es allemal Wert.
                LG bienemeier
                • Vielen Dank für den schnellen Rat. Wir werden es auf jeden Fall mit trap out versuchen. Wir überlegen, woher wir eine Leiste mit Brut und Honig bekommen. Aus einer unserer Kisten rausschneiden? Wir müßten ja eine Bienenkiste bauen und davorstellen. Die hintere Tür präparieren, kein Trennschied, den Raum vorn normal mit Leisten und Anfangsstreifen versehen und zwischen ein Leistenpaar eine Honig- Brutwabe nageln. Nach zwei bis drei Tagen die Öffnug im Haus so verschließen, daß alle Bienen nur noch in eine Richtung, also in die Bienenkiste können. Wie aber sieht man nun, ob die Königin in der Kiste ist?
                  Oder wir leihen uns von einem Berufsimker eine dort gebräuchliche Zarge mit einem Rähmchen voll Honig und Brut. Da kann man den Deckel abnehmen und nachsehen. Problem ist noch die Bienenfalle. Falls uns da nichts besseres einfällt, bauen wir so ein Verschlußsystem wie aus dem Beispiel von Kevin. Wir werden weiter berichten!
                  Liebe Grüße, IrMa
                  • Es gibt einfachere Variante, z.B. ein Trichter aus Fenstergittermasche als Bienenfalle, oder ein Schlauch zum Einfuhren der Bienen in die neuen Kiste.

                    Die wichtig Schritte sind (so scheint es mir)...
                    1) Die Flugbienen werden via Schlauch oder Rohr in eine neue Kiste geleitet (der Schlauch geht weit in die Kiste rein),
                    2) wo sie sich sich an das neue Flugloch gewöhnen.
                    3) Brut und Futter (vom Imke) wird in der neuen Kiste angeboten und
                    4) ein Trichter wird dann angebracht damit die Bienen in der neuen Kiste bleiben müssen.
                    5) Am Ende muss die Königin auch kommen, da kein Futter mehr rein kommt und sie die Brut draußen riechen wird.

                    Mehr Quellen erwähnen, dass das kleinere Ende des Trichters groß genug für die Königin (und z.B. für das Heraustragen von einem toten Drohn) sein muss -- es darf nicht verstopft werden.

                    Aber das ist alles aus YouTube-Videos "gelernt". Manche der aufgenommenen Versuche sind alles anders als gut durchgedacht. Aber man sieht und merkt wie das funktionieren kann. Wichtig ist es alle zusätzliche Fluchtwege zu merken und dicht zu halten.

                    Ich würde lieber eine Beute (mit Rahmen) vom anderen Imker für so ein Projekt verwenden. Man muss flexibel reagieren können. Die BK ist zu groß und in diesem Fall nicht ideal (z.B.: "Wie aber sieht man nun, ob die Königin in der Kiste ist?" Eben). [Hinweis: KMP hat den Beitrag zuletzt am vor 3 Jahren, 8 Monaten geändert.]
                      Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte