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beantwortet Räuberei

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  • Morgen,

    sorry, Stulli, Deine Frage habe ich gestern übersehen.

    Die Drohnenschlacht ist schon vorbei (keine Verwechslung möglich)? Dass die Bienen am Flugloch kämpferisch gegenüber Wespen reagieren ist zu dieser Jahreszeit normal. Bei dieser Abwehraktion sind die auch gegenüber anfliegende Bienen empfindlich (bis zur allerletzten Sekunde).

    Füttern (besonders vor der Dämmerung) kann Flugverkehr auslösen, besonders wenn Honig drin ist (die Bienen wollen die Quelle finden). Falls nötig kannst Du das Flugloch bei K2 weiter einengen (bis auf eine Breite von 2 oder sogar einer Biene).

    Gibt es einen Imker vor Ort der vorbeischauen könnte?

    -Kevin
      Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
    • stulli schrieb am 26.08.2013, 00:36
      Nachdem ich vor lauter Gedanken um die Bienen nicht schlafen konnte, habe ich noch einmal im Forum gestöbert und dabei nun doch schon Fragen und Antworten zum Thema entdeckt. Das Flugloch des schwachen Volkes haben wir ja schon verengt. Heute werde ich es noch einmal mit Futterteig probieren und dann sehen, wie es weiter geht.

      Stulli

      Großes LOB! Selber ein bißchen herumsuchen führt sehr häufig zu Antworten.
      Bitte die beantwortete Frage auch als solche kennzeichen > rechte Post-Seite = Sternchen anklicken.

      Flugverkehr direkt nach dem Füttern ist keine Räuberei, sondern die Reaktion der Bienen auf die interne Nachricht 'Futter gefunden-in der Nähe'
        sapere aude
      • Hallo Stulli,

        ich hatte im vergangenen Jahr eine ähnliche Situation und tatsächlich ein schwaches Bienenvolk durch Räuberei verloren. Selbst das Einengen auf eine Bienenbreite hatte damals keinen Erfolg gebracht - Bienen und Wespen sind ohne große Gegenwehr in die Beute ein- und ausmarschiert. Sobald die Räuber den ersten Zugang zur vermeindlichen Trachtquelle hatten, hat das Bienenvolk schon fast verloren. Erst wurde die Zuckerlösung beräubert, anschließend der Honig aus dem Futterkranz. Es befanden sich sehr viel abgeraspeltes Wachs auf dem Boden. Kannst du das schon beobachten?

        Uwe

        • "Woran merke ich denn, ob der Futterkranz auch beräubert wird und ob es das Volk schafft oder (hoffen wir es nicht) eben nicht?"



          Hallo Stulli,
          wenn dein kleines Volk bereits fast die halbe Kiste ausgebaut hat, ist das meiner Meinung nach gar nicht so schwach.

          Ich hatte im letzten Jahr auch die Befürchtung, meine Kiste wird ausgeraubt. Zur Bestätigung habe ich die Kiste auf die Waage gestellt, und so feststellen können, dass trotz Fütterung die Vorräte der Bienen bedenklich knapp waren.

          Zusätzlich zur Fluglochverengung auf ca 5cm, habe ich ein Tuch über den vorderen Bereich der Bienenkiste gehangen. Dieses habe ich mit Pinnnägeln so am Dach und den Seiten der Bienenkiste befestigt, dass es unten mit dem Anflugbrett abschloss. Unten am Anflugbrett blieb das Tuch lose.
          Der Sinn ist, dass die Bienen vor dem Eindringen in die Kiste zur Landung auf dem Tuch gezwungen werden. Sie müssen dann unter das Tuch und über das Anflugbrett zum Eingang krabbeln, anstatt direkt von oben einzufliegen. Dadurch soll es den Wächterbienen erleichtert werden, den Eingang zu kontrollieren. Zusätzlich habe ich in kleinen Portionen weitergefüttert und regelmäßig gewogen. Das Volk hat sich noch gut entwickelt und lebt noch.

          Viele Grüße Hildegard

          [Hinweis: hildegard hat den Beitrag zuletzt am vor 6 Jahren, 6 Monaten geändert.]
          • hildegard schrieb am 27.08.2013, 08:56
            wenn dein kleines Volk bereits fast die halbe Kiste ausgebaut hat, ist das meiner Meinung nach gar nicht so schwach.

            Ja, das war auch mein Gedanke.

            Die Idee ein Hindernis vor dem Flugloch anzubringen (früh am Morgen) finde ich auch gut. Als es letztes Jahr bei mir ein Verdacht auf Räuberei gegeben hat, habe ich etwas ähnliches mit einem Stück Varroagitter gemacht.

              Kevin M. Pfeiffer - Berlin (Mitglied, Imkerverein Kreuzberg e.V.) - Imkerbuch - Stockwaage - Visitenkarte
            • Hallo, liebe Imkercommunity - freue mich, dabei zu sein!

              Habe seit Juni ein Bienenvolk in der Bienenkiste. Nach Varoabehandlung habe ich - da wir drei Wochen verreisen - 2,5 kg Futterteig unter das Trennschied geschoben. Die Bienen arbeiten eifrig daran.
              Deutet das daraufhin, dass die Tracht nicht ausreichend ist? Die Info war, die Bienen gehen nur an den Teig, wenn das der Fall ist.

              Ich habe eine Freundin, die wöchentlich nach der Kiste sieht (selber konventionell imkert) und falls der Teig alle ist, flüssig füttert.

              Um Räuberei zu verhindern, habe ich mit einem dem Bienenkistenbausatz beiliegenden Fluglochverkleinerer das Flugloch verkleinert. Ich bin mir aber jetzt nicht sicher, ob die Bienen nicht aufgrund der dadurch eintretenden Verkleinerung des Anflugbretts Schwierigkeiten haben zu landen.

              Für Antwort(en) von erfahreneren Bienenkistenhaltern wäre ich dankbar.

              annric
              • 'Anflugprobleme' wären ein anderes Thema, annric.
                Dann immer lieber eine neue Diskussion eröffnen, damit der Titel weiterhin stimmt!

                Aber ich beruhige dich schnell: die Bienen landen sogar bei nicht vorhandenen Anflugbrett.
                ZB in einer TBH, wo es an der schrägen Beutenwand nur Flug-Löcherchen gibt.
                Die landen einfach auf der Wand und krabbeln herunter.

                (Wieso verkleinert sich eigentlich dein Brett, wenn du eine Fluglochbegrenzung einschiebst? Versteh ich aber auch nicht.)

                Und nie vergessen: Bienen sind unheimlich kreativ smiley
                  sapere aude
                • (Wieso verkleinert sich eigentlich dein Brett, wenn du eine Fluglochbegrenzung einschiebst? Versteh ich aber auch nicht.)

                  Ist damit der Fluglochkeil gemeint? Der verengt das Flugloch horizontal und verkürzt das Flugbrett. Hab auch schon drüber nachgedacht ihn einzusetzen. Aber mehr um die landenden Bienen beobachten zu können, oder besser zu sehen ob sie Pollen eintragen. Ist nämlich ein "Nachteil" der BK von Melifera gegenüber der von Holtermann. Das Flugloch ist höher sodass die Bienen fliegend in der Kiste verschwinden und gar nicht erst krabbeln müssen.
                  ("Nachteil" ist nurn joke, bitte nicht aufregen!!!)
                  LG Frank



                    "Die Bienen haben das Sagen, ich habe das Tun!"
                    Karla Wallner, Mecklenburg
                  • Ich bin ja ganz ruhig laugh
                    (Au weia, muss ich schlimm sein. Verzeihung. Ich merk das gar nicht.)

                    In der Original-Biki landen sie trotz des großen Fluglochs auf dem Brett. Scheinen das doch komfortabel zu finden.
                    Die fliegen nicht mal von innen los, sondern purzeln teilweise erstmal runter, bevor sie sich besinnen und abdüsen.
                    Oder nehmen von innen Anlauf und schießen pfeilgrad schräg heraus.

                    Mit horizontal meinst du, dass man den Verkleinerer bei der Holti-Biki VOR das Flugloch stellt? Aha!
                    Mach ich aber auch - nämlich rechts und links Hölzerchen aus meinem Ofenvorrat.
                      sapere aude
                    • Hallo
                      Neulich in einem Buch gelesen, wie man seinen Voelkern bei Raueberei helfen kann.

                      Man kommt abends und sieht die Raueberei.-Flugloch natuerlich sofort sehr stark einengen.
                      Nachts oder sehr frueh morgens(bevor die Bienen loslegen) Flugloch ganz schliessen!(um ein eventl. verbrausen zu verhindern etwas Fliegennetz verwenden)
                      Nun warten wir auf die Gangster(Raueber)- bewaffnet mit einer Spruehflasche voll Wasser.Man soll mindestens eine Stunde lang die anfliegenden Fremdbienen bespruehen. Danach Flugloch oeffnen(weiterhin stark verengt)und noch mindestens eine Stunde die vor allem schraeg(von der Seite)anfliegenden Bienen bespruehen.
                      Selbst noch nicht ausprobieren muessen - die Massnahme hat aber, wenigstens in den fuenfzigern Jahren smiley, geholfen.
                      Ob das auch bei Wespen hilft? probieren...
                      Beste Gruesse
                      massel
                        " An Stelle der kostspieligen, zum Sport ausgearteten Kunstimkerei hat eine naturverbundene, einfache Erfolgsimkerei zu treten."
                        Siedlern und Bauern als berufene Bienenzuechter muss es moeglich gemacht werden, mit einer leicht selbst herstellbaren einfachen Bienenwohnung, ohne besonderen Aufwand an Material, Fachkenntnisse, Geld und Arbeit, ohne Maschinen und Geraete, ohne Zuckerverbrauch und Kunstwaben, auf rein naturgemaesse Art, erfolgreich zu imkern.

                      • Staubsauger ;-)
                        • Hallo Massel

                          Lieber würde ich die Kiste an einen anderen Standort bringen, als mir solch eine Tortur
                          aufzuerlegen.
                          Alternative, wie man seine Völker vor weiterer Räuberei am Standort bewahrt habe ich in einem
                          anderen Faden ausgiebig erläutert.

                          bf
                            Abyssus abyssum invocat
                          • Wenn Deine Bienen nicht nennenswert verteidigt haben - sind das sehr schwache Völker, gibt es andere Ursachen?
                            Vielleicht hast Du mit dem Räubergitter die entscheidende Hilfe gegeben, denn nach meiner Erfahrung sind diese zwar ein Hindernis, aber keine völlige Sicherheit. Jedoch hast Du den Ansturm der Besucher stoppen können, das reicht oft, das Volk zu entlasten.

                            Bei einem gesunden Volk würde ich z.Z. nicht füttern, sie sollten mit Tracht auskommen.
                            • Ach ja: 6 Wochen sind reichlich, da die Räuber ja Flugbienen sind, die in der Regel nur noch 2 Wochen zu leben haben.